Mussolini-Urenkel ist nun Profi bei Lazio Rom

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Mit Romano Mussolini unterschreibt der Urenkel des Ex-Diktators bei Lazio Rom. Der Verein ist für die Verehrung des "Duce" bekannt und sorgte so für Skandale.

SS Lazio v Fc Sevilla : UEFA Europa League Round of 32 
Lazio supporters at Olimpico Stadium in Rome, Italy on February 14, 2019.
 (Photo by Matteo Ciambelli/NurPhoto via Getty Images)
Lazio Rom hat ein neues Talent verpflichtet und sorgt damit für Aufsehen (Symbolbild: Matteo Ciambelli/NurPhoto via Getty Images)

Diese Nachricht sorgt für Aufsehen! Romano Flo­riani Mus­so­lini hat am Dienstag seinen ersten Pro­fi­ver­trag bei Lazio Rom unterschrieben. Er ist bis 2023 gültig.

Das Talent ist der Urenkel des Ex-Diktators Benito Mussolini und als gebürtiger Römer ein Eigengewächs des Vereins.

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Die Vertragsunterschrift sorgt vor allem für Furore, da Lazios gewalt­be­reite und inzwischen aufgelöste Ultra-Grup­pie­rung ​"Irri­du­ci­bili" immer wieder durch antisemitische oder rassistische Aktionen für Skandale sorgte.

Mussolini unterschreibt bei Lazio

Dabei stand auch oft die Ver­eh­rung für den frü­heren ita­lie­ni­schen Dik­tator Benito Mus­so­lini im Fokus.

Selbst die Spieler ließen sich in der Vergangenheit von den Ansichten der Fans anstecken.

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Der ehe­ma­lige Lazio-Kapitän Paolo Di Canio trägt ein Tattoo mit dem latei­ni­schen Wort ​"Dux" zu Ehren des Duce Mus­so­lini auf dem Oberarm.

Die Anhänger grüßte der Star nach Toren einige Male mit dem italienischen Pendant zum Hitlergruß.

Lazio-Ultras verehren Duce Mussolini

Für den letzten Aufreger sorgten die Ultras am 24. April 2019 vor einem Aus­wärts­spiel beim AC Milan. Sie trugen das Spruch­band "Onore a Benito Mus­so­lini" ("Ehre für Benito Mus­so­lini") durch die Stadt und grüßten mit dem Hitlergruß.

Derweil sorgte auch die Mutter von Neu-Profi Romano Floriani Mussolini für Furore. Alessandra Mussolini grün­dete 2003 ihre eigene Partei Azione Sociale.

Die Ex-Schauspielerin ist offen rechtsradikal und sorgt regelmäßig in Talkshows mit neofaschistischen Aussagen für Aufsehen.

So bekannte sie öffent­lich, sie sei ​"stolz darauf, Faschistin zu sein".

Mussolini: "Werde nicht nach Nachnamen bewertet"

Lazio will nicht mehr direkt mit Rechtsradikalismus und Duce Mussolini in Verbindung gebracht werden.

Weder auf den Social-Media-Kanälen noch auf der Home­page wurde die Neuigkeit verbreitet.

Und auch Romano Mussolini Floriani suchte zuletzt bei der Zei­tung Il Mess­ag­gero nicht die Nähe zu seinem Urgroßvater: "Bei Lazio werde ich nur danach bewertet, wie ich spiele, nicht nach meinem Nach­namen."

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