Musik in der Bahn: Guerilla-Konzert überrascht KVB-Fahrgäste

Das Orchester der Verkehrsbetriebe macht den Auftakt zur Aktion „Musik in der Bahn“

Einzelne Straßenmusiker begegnen den KVB-Fahrgästen immer mal wieder in den Stadtbahnen – manchmal eher mit Katzenmusik als richtigen Liedern –, doch am Dienstag tauchte direkt ein ganzes Orchester in der Linie 9 zwischen Neumarkt und Sülz auf.

Getarnt als normale Mitfahrer versteckten die Musiker ihre Instrumente teilweise in Rucksäcken und die Noten hinter Zeitungsseiten. Auf die ersten Töne von Trompeten, Querflöten und Saxophon folgten zuerst irritierte Blicke.

Doch dann begeisterten die Musiker des KVB-Orchesters mit einer imposanten instrumentalen Version des Bläck-Fööss-Liedes „Du bes die Stadt“ die ganze Straßenbahn. Das Guerilla-Konzert war der Auftakt zum Projekt „Musik in der Bahn“, das die Kölner Verkehrsbetriebe (KVB) zu ihrem 140-jährigen Jubiläum gestartet haben.

Wird die Aktion zur Tradition?

Die Reaktionen der Fahrgäste und in den sozialen Netzwerken auf die Aktion waren sehr positiv. Viele machten Fotos und Videos und applaudierten dem Orchester nach der überraschenden Einlage. „Wir sind mit dem Auftakt sehr zufrieden und hoffen, dass wir damit eine kleine Tradition begründen können“, sagte KVB-Sprecher Matthias Pesch.

Nachdem ein Teil des KVB-Orchesters unter der Leitung von Patrick Dreier nun den Anfang gemacht hat, können sich KVB-Fahrgäste einmal im Monat auf ähnliche Aktionen mit wechselnden Ensembles freuen. „Einige interessierte Musiker haben sich schon bei uns gemeldet“, sagt Pesch. Sie seien aber auch noch auf der Suche für die nächsten Konzerte. Auf eine Musikrichtung seien sie nicht festgelegt, sagt Pesch. „Ich kann mir auch vorstellen, dass mal ein Chor auftritt.“

Wer die KVB-Fahrgäste als nächstes überraschen darf, entscheidet die Pressestelle der Verkehrsbetriebe. Das nächste Guerilla-Konzert ist im August – wo und wann wird noch nicht verraten....Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta