Musical: Schnurren und Fauchen: "Cats" zu Besuch in Berlin

Jedem Kätzchen sein eigenes Tätzchen: Maske und Kostüm unterscheiden sich detailreich

In der zweiten Hälfte dieser Show tapst ein altes Tier auf die Bühne, Gus, der Theater-Kater, und singt wehmütig von seinen alten Bühnen-Erfolgen, die lang, lang her sind. Da scheint "Cats", das Gastspiel in Berlin, ganz bei sich angekommen. Denn auch das Bühnenstück hat nun schon etliche Jahre auf dem Katzenbuckel, 36, um genau zu sein. Damals sorgte Andrew Lloyd Webbers Musical für Triumphe, weil Katzen die Bühne bevölkerten und nicht nur die Kostüme, sondern vor allem auch die Masken für verblüffende Effekte sorgten.

Aber inzwischen kennen wir schon ganze Dschungel auf der Bühne, mit Löwen und Giraffen wie in "König der Löwen", selbst ein ganzer Hausrat kann zum Leben erweckt werden wie in "Die Schöne und das Biest". Ziehen da ein paar Menschen im Catsuit noch, wirkt "Cats" im Vergleich nicht etwas altmodisch, wenn nicht gar altbacken?

Eine Katze hat sieben Leben, das gilt auch für das Musical

Das sind so Fragen, mit denen man sich in den Admiralspalast setzt. Hier gastiert für nur wenige Tage die Originalproduktion aus dem Londoner West End, und das sorgt für zusätzliche Distanz. Die ziemlich anspruchsvollen Texte des Dichters T.S. Elliott mit den komplizierten Katzenkosenamen, sie werden alle auf Englisch gesprochen. Und die Übertitel, die eigentlich Nebentitel sind, weil sie links und rechts von der Bühne projiziert werden, sie geben auch keine wörtliche Übersetzung, sondern nur ab und an grobe Zusammenfassungen.

Aber all die Bedenken, sie werden schon bald weggewischt. Nac...

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