Museen: Ein Blockbuster-Publikum ist nicht alles

Anja Schaluschke, Direktorin des Museum für Kommunikation

Nun ja, auf grunzende Schweine und launische Kühe wird Anja Schaluschke künftig verzichten müssen. Sie kommt nicht etwa vom Land, ihre letzte Arbeitsstelle, der Deutsche Museumsbund, hat seinen Sitz in Dahlem. Die Domäne Dahlem liegt nicht weit entfernt. "Das ist so idyllisch, dass man nicht glauben kann, in Berlin zu sein", findet Anja Schaluschke.

Seit 2009 hat sie dort gearbeitet, am 1. August wechselt sie als Geschäftsführerin des Museumsbundes auf die andere Seite – als Direktorin des Museums für Kommunikation. Vor den Fenstern rauscht nun die Leipziger Straße. Der Schreibtisch ihrer Vorgängerin Lieselotte Kugler ist blitzeblank, zwei Akten liegen auf dem Tisch. 40 Mitarbeiter zählen zu Schaluschkes Team.

Von ihren Erfahrungen beim Museumsbund profitiert sie

Der Museumsbund vertritt die deutschen Museen, dort geht es um Profilbildung. Schaluschke hat sich also mit Fragen beschäftigt, die darum kreisen, was ein Museum heute leisten sollte und welche gesellschaftliche Aufgaben es hat, dazu zählt beispielsweise der wichtige Bildungs- und Vermittlungsauftrag. Von diesem Wissen und den Erfahrungen kann sie nun an ihrem neuen Arbeitsplatz profitieren – auch von der großen, europäischen Museumsorganisation Nemo.

Die 50-Jährige kennt Strukturen kleiner und großer Häuser, Bundeseinrichtungen genauso wie kleine Regionalmuseen, die um ihren Bestand kämpfen. Das Museum für Kommunikation, 1872 als weltweit erstes Postmuseum gegründet, hat eine zwittrige Position, zusammen mit den Häusern...

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