Munich Re: Naturkatastrophen richten weniger Schäden an

dpa-AFX

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Die Erde ist in der ersten Jahreshälfte 2017 laut einer Studie weniger von schweren Naturkatastrophen in Mitleidenschaft gezogen worden als im langjährigen Durchschnitt. Die weltweiten Schäden summierten sich von Anfang Januar bis Ende Juni nach Daten des weltgrößten Rückversicherers Munich Re auf die vergleichsweise geringe Summe von 41 Milliarden US-Dollar (35,7 Mrd Euro). Das war weniger als die Hälfte der Schäden in Höhe von 111 Milliarden Dollar, die in der ersten Jahreshälfte 2016 angefallen waren.

Die versicherten Schäden lagen mit 19,5 Milliarden Dollar fast 40 Prozent niedriger als ein Jahr zuvor und ein Drittel niedriger als im Schnitt der vergangenen zehn Jahre. "Wir hatten ein relativ schadenarmes erstes Halbjahr", sagte Peter Höppe, Chef der Georisikoforschung bei der Munich Re, der Deutschen Presse-Agentur. "Das liegt vor allem daran, dass es kein größeres Erdbeben oder anderes großes Naturereignis gab."

Schwer getroffen wurden in der ersten Jahreshälfte die USA, wo Gewitter und Tornados 18,5 Milliarden Dollar Schäden anrichteten. Die Munich Re beobachtet seit 1980 die weltweite Entwicklung der Naturkatastrophen - unabhängig davon, ob die betreffenden Schäden versichert sind oder nicht.