Munich Re: CEO Wenning gibt ordentlich Gas

Fabian Strebin
Munich Re: Tochter ERGO greift an

Joachim Wenning hat zwar erst seit April das Amt des Vorstandsvorsitzenden bei der Munich Re inne. Aber er setzt schon jetzt deutliche Akzente. Das zeigt sich nicht zuletzt am Aktienkurs, der sich seit Frühjahr auf dem Weg nach oben befindet. Für die Zukunft will sich der Rückversicherer neu aufstellen.

Beim Investorentag des Konzerns stellt Wenning die Digitalisierung in den Mittelpunkt. Ab dem Jahr 2020 soll die Munich Re an der Spitze des digitalen Fortschritts stehen. Die Erstversicherungstochter Ergo, nach der Allianz die Nummer 2 in Deutschland, investiert 140 Millionen Euro in neue Softwarelösungen. Damit soll die neue Onlineplattform Nexible angeschoben werden. Bis 2020 soll der Online-Anteil der Endkunden auf 25 Prozent steigen. Doch auch bei Fintechs und Kooperationen mit Technologiefirmen hat der Konzern keine Berührungsängste mehr. Bisher wurden bereits 60 Millionen Euro in zehn Start-ups investiert.

Dabeibleiben

Die Aktie der Munich Re konsolidiert derzeit nach dem starken Rebound vom Septembertief nach den US-Hurrikans. Aktionäre sollten sich davon nicht beirren lassen. Nachdem die Tropenstürme im laufenden Jahr die Bilanz verhagelten, haben sich die Aussichten für das kommende Jahr aufgehellt. Nach Jahren fallender Preise erwartet die Rückversicherungsbranche wieder steigende Prämien beim Neugeschäft.

Die Aktie ist mit einem KGV von 12 und einer Dividendenrendite von 4,5 Prozent attraktiv bewertet. Anleger bleiben dabei und beachten den Stopp bei 160,00 Euro.