Multitalent: 10 Dinge, die man mit Kaffeesatz machen kann

165 Liter Kaffee trinken die Deutschen pro Jahr. Und egal, ob Filterkaffee, Latte Macchiato oder Cappuccino – am Ende bleibt immer der Kaffeesatz übrig. Abgekühlt und getrocknet ist der viel zu schade für den Müll und erfüllt von der Gartenarbeit bis zur Schönheits-Kur gleich mehrere Nutzen.

Kaffesatz: 1 Produkt – 10 Nutzen (Symbolbild: Getty Images)

Schönere Haut durch Kaffee-Peeling

Es ist kein Zufall, dass die meisten Mittel gegen Cellulite Koffein enthalten. Koffein verbessert die Blutzirkulation und erweitert die Blutgefäße. Vermischt mit Olivenöl ergibt der feinkörnige Kaffeesatz ein 1a-Peeling-Mittel, das die Haut schöner und weicher macht – und vor allem auf den Oberschenkeln gut gegen Cellulite wirken soll.

Kaffeesatz ist ein natürliches Reinigungsmittel

Beim Anblick von schmutzigen Pfannen, angebrannten Töpfen oder einem versifften Grillrost ist der Gedanke an eine rettende Chemiekeule oft der erste. Wer aber Kaffeesatz zur Hand hat, kann auf scharfe Reinigungsmittel verzichten. Der wirkt nämlich wie Scheuermilch und sorgt dafür, dass man hartnäckigen Schmutz wieder los wird. Auch für Ablagerungen in Vasen gibt es einen Trick: Kaffeesatz rein, heißes Wasser dazu, schütteln und stehen lassen. Nach etwa einer Stunde einfach ausspülen und fertig!

Auch die Farbe kann man nutzen

Für kaffeefarbene Stoffe oder Ostereier muss man den Kaffeesatz einfach nur in lauwarmem Wasser lösen und das Ei, den Stoff oder auch Bastelpapier dazu geben. Kleinere Macken in dunklen Holzmöbeln lassen sich ebenfalls kaschieren, indem man den feuchten Kaffeesatz mit einem Wattestäbchen in die Rillen drückt.

Kaffeesatz hält Schädlinge und Insekten fern

Für Gartenbesitzer lohnt sich der Einsatz von Kaffeesatz gleich mehrfach. Wer ihn im Beet verstreut, steigert damit seine Chancen, seine Erdbeeren doch einmal ernten zu können, ohne dass sie vorher von Schnecken gefressen wurden. Blattläuse schreckt der Geruch ab, und auch Ameisen, die von Duftspuren ihrer Artgenossen angelockt werden, verlieren die Lust an Beeten, deren Gerüche durch den Kaffee neutralisiert wurden.

Kaffee macht die Haare schön

Dunkle Haartypen bringen mehr Kraft und Glanz in ihr Haar, wenn sie den Kaffeesatz einfach so als Spülung einsetzen. Alternativ kann man ihn auch mit dem Shampoo vermischen und so aufs Haar auftragen. Ausgespült bleiben dann weiche Haare und ein satterer Braunton zurück.

Kaffee neutralisiert schlechte Gerüche

Gegen schlechte Gerüche im Kühlschrank, Schränken oder sogar in Schuhen hilft Kaffeesatz. Er nimmt die Gerüche auf und neutralisiert sie, zurück bleibt ein sanfter Duft. Manche mögen ihn so gerne, dass sie den Kaffeesatz einfach so in kleine Behälter füllen und als Raumduft nutzen. Wieder andere fügen ihn sogar selbst gemachten Potpourris aus getrockneten Blumen oder Zitrusfrüchten zu.

Kaffeetisch ohne Wespen

Wer seinen Zwetschgendatschi gerne im Freien vertilgt, braucht manchmal starke Nerven. Umschwirren Wespen jede beladene Gabel, kann einem die Lust am Freiluft-Schlemmen schon vergehen. Doch auch hier gibt es einen Trick: Gibt man den Kaffeesatz in einen Aschenbecher und zündet ihn an, riecht das für Menschen angenehm. Wespen aber vertreibt der Geruch.

Dünger für Blumen

Neben Koffein enthält Kaffeesatz Stickstoff, Kalium und Phosphor und eignet sich damit ideal als Düngemittel. Phosphor regt die Blütenbildung an, Kalium unterstützt den Zellenaufbau und der Stickstoff regt das Blattwachstum an. Damit er nicht schimmelt, muss der Kaffeesatz trocken sein. Ausdrücklich nicht verwenden sollte man ihn bei Setzlingen, die das Koffein nicht vertragen.

Nicht in den Müll, sondern auf den Komposthaufen

Wie im Blumenbeet sorgt Kaffeesatz auch im Komposthaufen dafür, dass sich Stickstoff anreichert, der Pflanzen beim Wachsen unterstützt. Zudem lockt Kaffeeduft Regenwürmer an, die beim Kompostieren eine wichtige Rolle spielen.

Katzen können Kaffee nicht riechen

Wenn du eher der Hundetyp bist oder schlicht keine Lust auf Katzen und deren Hinterlassenschaften in deinem Garten hast, schafft Kaffeesatz auch hier Abhilfe. Die Katzen mögen einfach den Geruch nicht und ziehen schnell zum Nachbarn weiter.