Müller und Hummels vor WM-Quali im Casino

Das deutsche Nationalteam hatte nach den beiden Siegen über Nordirland und Aserbaidschan jeden Grund zum Feiern. Mats Hummels, Thomas Müller und weitere Spieler waren aber wohl schon zuvor unterwegs in einem Casino.

Thomas Müller und Mats Hummels machten sich wohl einen schönen Abend

Mit 3:1 siegte das DFB-Team erst gegen Nordirland, dann auch noch vor heimischem Publikum mit 5:1 gegen Aserbaidschan. Die Elf von Joachim Löw machte damit die punktverlustfreie WM-Qualifikation perfekt und fährt als Mitfavorit auf den Titel nach Russland.

Der Sieg über Aserbaidschan stand noch aus, da fiel die Anspannung bei manchen Nationalspielern offenbar schon. Gegen 22 Uhr am Freitagabend, etwa 46 Stunden vor Anpfiff der letzten Quali-Partie, wurden mehrere Spieler des DFB-Teams in einem Mainzer Casino gesichtet.

DFB-Spieler beim Black Jack

Hummels und Müller führten wohl eine Gruppe an, die sich am Black-Jack-Tisch vergnügte. Beim Kartenspiel wird versucht, mit zwei oder mehr Karten möglichst nahe an die 21 heranzukommen, ohne den Wert zu übersteigen – ein Glücksspiel.

Dementsprechend schlecht verlief der Abend wohl. Die Sportler verloren ihr Geld und waren rund zwei Stunden später wieder verschwunden. Damit entsprachen sie den auferlegten Regeln des Bundestrainers Joachim Löw.


Bierhoff wusste von Casino-Besuch

Teammanger Oliver Bierhoff bestätigte der Bild den Casino-Besuch seiner Spieler: “Wir wussten, dass ein paar Spieler dorthin gehen, sie hatten uns das gesagt. Wir haben großes Vertrauen in unsere Spieler.” Die Spieler hatten bis 24 Uhr freien Ausgang.

Völlig unabhängig davon wird Löw allerdings in Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft in Russland die Verhaltensregeln verschärfen. Der Bundestrainer will damit wohl ein Zeichen setzen – immerhin ist Deutschland der Titelverteidiger.