Moukoko statt Malen? Roses Plan neben Haaland

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Moukoko statt Malen? Roses Plan neben Haaland
Moukoko statt Malen? Roses Plan neben Haaland
Moukoko statt Malen? Roses Plan neben Haaland

Erling Haaland und Youssoufa Moukoko.

Was für ein BVB-Sturm das wohl sein könnte, wenn er in ein paar Jahren noch zusammenspielen sollte. Aber auch in der Gegenwart ist es schon mal ein spannendes Experiment. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)

Bei der 1:3-Niederlage im Supercup gegen den FC Bayern München setzte Marco Rose auf ein Duo aus dem norwegischen Ausnahmestürmer und dem immer noch erst 16 Jahre alten Deutsch-Kameruner.

Donyell Malen, dem 30 Millionen Euro teuren Neuzugang aus den Niederlanden, blieb an diesem Abend nur die Jokerrolle.

Ein Modell, das es künftig auch in der Bundesliga des Öfteren zu sehen gibt? Was Trainer Marco Rose nach dem Spiel auf SPORT1-Nachfrage sagte, lässt darauf schließen.

Youssoufa Moukoko und Erling Haaland: Auch ein Modell für die Bundesliga

“Mouki ist Mouki”, sagte der 44-Jährige: “Er ist ein Dortmunder Kind, das mittlerweile ein Mann geworden ist. Ich denke, dass es wichtig ist, dass wir den Jungen immer wieder reinhauen, ihm die Möglichkeit geben, sich zu zeigen, sich zu entwickeln.” (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

Rose lobte, dass Moukoko gegen die Bayern schon “ein paar richtig gute Aktionen” gezeigt hätte: “Man sieht seine Dynamik, seine Qualität schon in dem Alter. Das wollen wir fördern.”

Ein Plan, der nicht überraschend ist: Schon unter Roses Vorgängern Lucien Favre und Edin Terzic bekam Moukoko vergangene Saison seine Einsatzzeiten. Das Supertalent, wegen seiner Tore-Shows in der Jugend (127 Tore in 73 U17- und U19-Spielen) schon seit frühesten Teenager-Jahren im Fokus der Öffentlichkeit, hat mittlerweile schon 18 Spiele in der Liga absolviert, drei Tore geschossen.

Beim 5:2 gegen Frankfurt am 1. Spieltag wurde Moukoko drei Minuten vor Schluss eingewechselt. (DATEN: Die Tabelle der Bundesliga)

Donyell Malen fehlt noch Fitness und Spielpraxis

Zu beachten ist allerdings, dass Moukoko aktuell auch von Fitnessproblemen anderer Dortmunder Angreifer profitiert: Thorgan Hazard fehlte wegen Knöchelproblemen, Neuzugang Malen hat noch Trainingsrückstand.

“Donyell braucht noch etwas Zeit, wir haben mit ihm viel geredet, viel Video gemacht”, führte Rose auf SPORT1-Nachfrage aus: “Er selber weiß auch, dass er im Moment noch nicht in dem physischen Zustand ist, den wir brauchen, um dieses Spiel zu spielen. Er hat aber sehr gute Trainingsfortschritte, er kommt nach und nach, ich habe heute schon auch ein paar richtig gute Ansätze gesehen. Man merkt aber, dass er noch Trainings- und Spielpraxis braucht.”

Ein Umstand, der Moukoko aktuell ebenfalls in die Karten spielt: Die gegen Bayern angewandte Taktik mit zwei Mittelstürmern vor einer Mittelfeldraute steht bei Rose hoch im Kurs, sie war auch schon im Pokal gegen Wehen Wiesbaden zu sehen, damals mit dem in der Vorbereitung starken Steffen Tigges an Haalands Seite. (Steffen Tigges im SPORT1-Interview: “Jetzt muss ich langsam liefern”)

Haaland und Moukoko als Doppelspitze gab es in der Liga bislang noch nie: Seine beiden Startelf-Einsätze im Dezember absolvierte Moukoko als Vertreter des damals verletzten Haaland.

Moukoko muss sich Einsätze beim BVB “sehr hart erarbeiten”

Gegen Frankfurt agierte Dortmund im 4-3-3, mit Marco Reus als Links- und Hazard als Rechtsaußen. Wenn Rose auch in der Liga häufiger auf das Zwei-Spitzen-Modell setzt, bietet sich Moukoko für weitere Startelf-Einsätze an Haalands Seite an - speziell so lange Malen noch nicht voll fit ist.

Mittelfristig drängt der Niederländer in die Stammelf, in allen taktischen Varianten: Bei Ex-Klub Eindhoven hat er auf allen Offensivpositionen links, rechts und in der Mitte schon gespielt, zuletzt aber vor allem im Sturmzentrum.

Moukoko steht wegen seines Alters unter keinerlei Druck, Malen den Rang abzulaufen. Aber jedes Spiel an der Seite von Haaland, jede Möglichkeit, die Abstimmung mit ihm zu verbessern, wird ihm weiterhelfen. (SERVICE: Bundesliga-Spielplan zum Ausdrucken)

Wie viele es in diesem Jahr sein werden? Ob schon am Samstag beim SC Freiburg einer hinzukommt? Das bleibt abzuwarten. Rose stellt nur so viel klar: “Mouki muss sich alle Einsätze sehr hart erarbeiten.”

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