Motto vorgestellt: Mehr Politik und weniger Party auf der Cologne Pride 2017

Mit „Nie wieder“ wollen die Veranstalter ein Zeichen gegen rechte Strömungen setzen.

Die Cologne Pride steht in diesem Jahr ganz im Zeichen des politischen Statements. Mit dem Motto „Nie wieder!“ positioniert sich die 26. Ausgabe der Veranstaltung ab Samstag, dem 24. Juni, gegen rechte Strömungen.

Ein warnender Aufschrei

„Das Motto ist ein warnender Aufschrei in die Zukunft“, sagte Vorstandsmitglied des Kölner Lesben und Schwulentages (Klust) Martin Rätze, der die Veranstaltung mitorganisiert.

Das Motto sei nicht rückwärtsgewandt. „Überall werden rechte Parteien stärker. Wir erkennen dabei Gefahren“, so der Pressesprecher. Gleichzeitig erinnere man an die Diskriminierung homosexueller Menschen in der Zeit des Nationalsozialismus.

Gedenkveranstaltungen, Konzerte, Diskussion

Auf dem Programm stehen Gedenkveranstaltungen neben Konzerten und politischen Diskussionsrunden. Bei letzteren werden aktuelle Diskussionen innerhalb der Szene angesprochen – etwa das Konzept der Regenbogenfamilie mit gleichgeschlechtlichen Elternpaaren.

Mit der Neuausrichtung nimmt Klust einen wesentlichen Kritikpunkt an der Veranstaltung an, deren Höhepunkt der CSD-Demonstrationszug ist. „Uns wurde vorgeworfen, es ginge nur um die Party“, sagte Rätze. Natürlich gehöre das Feiern dazu. „Aber wir wollen auch unsere politischen Botschaften verbreiten“, so der Sprecher weiter.

Unter der Schirmherrschaft von Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) finden bis zum 9. Juli etwa 100 Veranstaltungen statt. Die Organisatoren erwarten 35000 Teilnehmer beim Demonstrationszug. (akh)...Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta