Motsi Mabuse: Motsi Mabuse: "Durch mein Kind bin ich sehr viel empfindlicher geworden"

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Motsi Mabuse ist seit drei Jahren stolze Mutter einer kleinen Tochter. Viel gibt die "Let's Dance"-Jurorin nicht von ihrem Privatleben preis, hält ihr Kind beinahe vollständig aus den sozialen Medien. Im GALA-Interview hat Motsi verraten, welche Werte sie ihrer Tochter mit auf den Weg geben möchte und wie sehr sie sich selbst in den letzten Jahren verändert hat.

Motsi Mabuse
Motsi Mabuse
© Tristar Media

"Ein starkes, junges Mädchen, die weiß, was sie will" – Wenn Motsi Mabuse, 40, von ihrer dreijährigen Tochter spricht, dann klingen aus ihrer Stimme gleich mehrere Emotionen. Es sind nicht nur Liebe und Sentimentalität, sondern auch Kraft und Zielstrebigkeit. So wie die Powerfrau im TV strahlt, so leuchtet ihr Gesicht auch bei der Erwähnung ihres Kindes auf.

Im Rahmen des "fitvia"-Sommer-Events erklärt Motsi Mabuse gegenüber GALA welche Lebenslektionen sie ihrer Tochter schon heute auf den Weg mitgeben will und wie sie es selbst schafft aus jeder Situation positiv und gestärkt – als Vorbild nicht nur für ihr Mädchen, sondern für viele Frauen – hervorzutreten.

Motsi Mabuse: "Wenn es auf den Moment ankommt, dann lebe ich mein Leben für das Hier und Jetzt"

Gala: "fitvia" steht dafür, die schönste Version aus sich selbst herauszuholen. Für Sie als Sportlerin ist das vermutlich etwas, dass sie sehr gut kennen. Ist es nicht aber auch immer mit Druck verbunden, das Beste aus sich holen zu wollen?

Motsi Mabuse: Nein, gar kein Druck, überhaupt nicht. Jeder sollte seine Ziele so anstreben, dass es das Beste für einen selbst ist und nicht wegen Druck von außen. Meine persönliche Motivation dahinter war: Ich bin Mama geworden, ich habe ein eigenes Unternehmen, ich mache und reise sehr viel. Mein Körper muss all das mitmachen. Das ist der Gedanke, der für mich dahintersteckt. Ich weiß, wie es mir geht, wenn ich mich ungesund ernähre oder nicht genug schlafe. Alle Komponenten, die in meinem Leben sind, sollten mich und meinen Körper unterstützen. Und da gehört ausreichend trinken, gesund essen, genügend schlafen, liebe Worte zu sich selbst sagen und für mich auch trainieren einfach dazu.

Ihr Mindset und Auftreten – vor allem, wenn man Sie „Let’s Dance“ sieht – ist immer positiv, immer fröhlich. Sehen Sie sich selber auch so?

Ich bin eine Person, die sich immer darauf fokussiert, nach vorne zu gehen. Wenn man das verinnerlicht, dann lebst du nur in dem Moment. Dann hast du meiner Meinung nach gar keine andere Wahl, als glücklich zu sein. Natürlich ärgere ich mich auch mal: Ich bin wahnsinnig emotional, ich bin wahnsinnig sensibel, aber wenn es auf den Moment und das Dasein ankommt, dann lebe ich mein Leben für das Hier und Jetzt.

Ist das eine der Lebenslektionen, die Sie Ihrer Tochter mit auf den Weg geben wollen?

Mir ist sehr wichtig, meiner Tochter eines mitzugeben: Sie selbst definiert, wer sie ist. Sie soll ihre eigene Meinung bilden – das finde ich superwichtig. Ein starkes, junges Mädchen, die weiß, was sie will; kann ihre eigene Meinung äußern, ohne Angst zu haben und steht für sich selbst ein. Wenn sie das erreicht, dann habe ich meinen Job gemacht.

Fängt dieser Prozess für Ihre Tochter jetzt schon an? Sie nehmen sie dabei sicherlich an die Hand …

Das fängt jetzt an. Sie hat bereits eine Basis und alles, was jetzt wichtig ist, ist, dass meine Tochter wahnsinnig viel Liebe erhält. Das ist der Grundstein für sie und alles andere kommt mit der Zeit. Aber ich vermittle ihr, dass sie sich selbst lieben soll. Das ist so süß. Ich knutsche sie oft und sage: 'Oh Baby, you are the best.' Und sie sagt dann: 'Yes, I am'. Aber ohne, dass man denkt, es ist zu viel. Der Style von Motsi Mabuse

Das ist doch die schönste Einstellung, mit der ein Kind aufwachsen kann. Warum sollte ein junges Mädchen mit der Einstellung aufwachsen, immer Makel an sich zu finden?

Sie sieht mich, sie sieht ihren Vater und ihre ganze Familie: alle arbeiten, alle geben Gas. Das wird ihr vorgelebt. Sie ist bei meinen Workouts bei mir. Insofern: Sie sieht das alles und nimmt das alles für ihr Mindset und ihre Zukunft mit auf. Aber ganz entscheidend ist, dass ihr vorgelebt wird, wie man sich selbst liebt.

Das Wachsen, Neues lernen, das hört tatsächlich nie auf. Wie sehr ist Ihnen das in der Rolle als Mutter deutlich geworden?

Durch mein Kind bin ich sehr viel empfindlicher geworden. Mich konnte ich schon immer schützen, das war leicht. Aber jetzt bin ich plötzlich noch für jemand anderes da. Seither gehe ich noch viel besser mit mir selber um. Damit musste ich mich als Mutter auseinandersetzen. Schlechte Angewohnheiten, wie zu wenig schlafen, zu viel arbeiten – das musste ich ändern, denn wenn ich zurück nach Hause zu meinem Kind komme, dann will ich mit Power zurückkommen.

Sie sind Mutter, Unternehmerin, Jurorin. Was ist für Sie die Definition von Erfolg?

Witzig, dass Sie mich das fragen, denn ich hab erst vor Kurzem mit meinem Mann darüber gesprochen. Ich schaue mir meine Kollegen an, so wie Jorge [Jorge González, Anm. d. Red.], der im Februar auf den Malediven und im Juli in Griechenland war. Dadurch habe ich erkannt: Für mich ist Erfolg, wenn du im Urlaub bist und du vollkommen abschalten kannst. Wenn du jederzeit sagen kannst: Jetzt gehe ich, weil ich das für mich, meine Seele und meinen Körper brauche. Ich versuche dann auch von Social Media wegzubleiben und mich voll und ganz auf meine Familie zu konzentrieren.

Verwendete Quellen: eigenes Interview

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