Motsi Mabuse lotst Social-Media-Bekanntschaft ins "Supertalent"-Halbfinale

·Lesedauer: 4 Min.
Motsi Mabuse staunte nicht schlecht, als sie eine Social-Media-Bekanntschaft erstmals persönlich beim Supertalent traf. (Bild: RTL / Stefan Gregorowius)
Motsi Mabuse staunte nicht schlecht, als sie eine Social-Media-Bekanntschaft erstmals persönlich beim Supertalent traf. (Bild: RTL / Stefan Gregorowius)

Ab und zu ist es doch ganz gut, dass man als TV-Zuschauer nicht alles sehen muss, was so im Studio geboten wird. Bei "Das Supertalent" (RTL) wurde dieses Mal jedenfalls eifrig gepixelt - weil gepinselt wurde. Einem Tänzer aus Südafrika kamen seine Socia-Media-Kontakte zugute.

Wenn man die Quoten der Aufftaktsendung letzte Woche begutachtete, konnte man sagen: "Viele haben sich von 'Das Supertalent' abgewandt." Das galt in der zweiten Show (RTL) auch - allerdings taten es die Zuchauer und Juroren, weil auf der Bühne mehr gezeigt wurde, als einem lieb sein konnte.

Als trete RTL nach dem Einschaltquotenauftaktflop die Flucht nach vorn an, gab es diesmal einige echte Aufreger, die allerdings alle unterhalb der Gürtellinie angesiedelt waren. So ließ der Malermeister Brent aus Kanada einen gar außergewöhnlichen Pinsel wirbeln - nämlich sein Genital! Das wurde natürlich für die TV-Zuschauer weggepixelt, die Leute im Studio durften (mussten) allerdings die volle Pracht mitansehen.

Um "meine Schüchternheit zu überwinden" sattelte der kanadische Kunstmaler (42) einst auf Stripper um und verband dann konsequent beide Talente. Das kommt anfangs echt unerwartet, weshalb sich Chantal Janzen bei ihren Jurydebüt nach Coronaquarantäne auch entsetzt abwandte. Ihr Mit-Juror Michael Michalsky linste geschockt nur durch die Finger vor den Augen.

Karabo Morake, südafrikanischer Landsmann von Jurorin Motsi Mabuse, wird im Halbfinale erneut tanzen. (Bild: RTL / Stefan Gregorowius)
Karabo Morake, südafrikanischer Landsmann von Jurorin Motsi Mabuse, wird im Halbfinale erneut tanzen. (Bild: RTL / Stefan Gregorowius)

Michael Michalsky: "Das war ein bisschen viel für mich"

Es hagelte spontan drei rote Buzzer, weil aber Teile des Publikums - etwa die "Zuschauerin des Tages", Birgit ("Lasst den Mann doch zu Ende malen!"), und Moderator Chris Tall ("Ich will auch mal was genießen!") für Brent waren und Jurorin Chantal Janzen vor lauter Entsetzen vergaß, rot zu buzzern, durfte Brent sein Kunstwerk vollenden. Und das, muss ihm der Neid lassen, sah gut aus: Er porträtierte Michalsky! Der fühlte sich "wirklich geehrt", war im Großen und Ganzen aber doch eher sprachlos: "Das war ein bisschen viel für mich."

Brent ließ den Pinsel wirbeln, bei Pepper und Orbax, den "Monsters of Schlock", gab's was Derbes auf denselben. Der eine zertrümmerte nämlich mit einem Vorschlaghammer einen Betonblock - der auf den Hoden des anderen ruhte! Das tat echt beim Zuschauen weh, aber das taten ja die wenigsten, weil die Show des Freak-Duos schon vor der hammerharten Zugabe eklig war. Wie kann man Gewichte an Haken in den Augen oder durch die Wangen hochheben? Frag nach bei Pepper und Orbax, und die zeigen es dir!

Nachmachen sollte man das daheim nicht, denn die Monsters of Schlock sind Profis. Orbax ist seit 1998 als Extrem-Artist aktiv und stand bereits mit mehreren skurrilen Rekorden im Guinessbuch derselben.

Bekanntschaft als Talent? Karabo Morake wird es gleich sein - er freute sich über das Weiterkommen. (Bild: RTL / Stefan Gregorowius)
Bekanntschaft als Talent? Karabo Morake wird es gleich sein - er freute sich über das Weiterkommen. (Bild: RTL / Stefan Gregorowius)

Inclusion Dance Show das "Supertalent der Herzen"

Für Michalsky kam es nach der indirekten Hommage durch Pinselschwinger Brent noch zu einer direkten Konfrontation mit einem Künstler. Reto Hofstetter wählte den "Modepapst" als Assistenten - und unterzog ihn sofort einer Verwandlung. Mit debiler Miesepetermaske, Brille und einem Lenkrad in der Hand wurde Michalsky in die Show des Schweizers eingebunden, der Gesang, Bauchrednerei und Comedy verbindet. Witzig, aber nicht erfolgreich: Es gab zu viele Nein-Stimmen. Die Verwandlung des Michalsky aber wurde gewürdigt. Chantal Janzen lobte sie ("Eindeutig eine Verbesserung!"), und Michalsky selbst nahm sie gelassen: "Es gab schon Tage, da sah ich schlechter aus."

"Supertalent der Herzen" und Höhepunkt des Abends wurde die Performance der Inclusion Dance Show aus Italien. Wie der Name andeutet, handelt es sich um ein Tanzprojekt aus behinderten und nicht behinderten Menschen, die bei ihrem allerersten TV-Auftritt eine zauberhafte Darbietung aus Tanz und Rauch- und Lichteffekten boten. Die Botschaft "Gemeinsam Barrieren überwinden" kam an. Es gab Standing Ovations, am Jury-Pult glänzten die Augen tränenfeucht, die Zustimmung war total. "Ihr seid ein umwerfendes Vorbild", lobte Chris Ehrlich, "besser kann man Inklusion nicht leben."

Kaum zu glauben, aber wahr: Hinter dieser Maske (rechts!) befindet sich "Supertalent"-Juror Michael Michalsky. Ihm wurde übel mitgespielt. (Bild: RTL / Stefan Gregorowius)
Kaum zu glauben, aber wahr: Hinter dieser Maske (rechts!) befindet sich "Supertalent"-Juror Michael Michalsky. Ihm wurde übel mitgespielt. (Bild: RTL / Stefan Gregorowius)

Motsi Mabuses Freund tanzt ins Halbfinale

Abgesehen von diesem sehr berührenden Höhepunkt und den aufregenden Highlights im tiefer gelegten Körperbereich waren die Darbietungen aber seltsam flach. Die polnische Sängerin Agnieszka ist sicherlich fürchterlich lieb und sympathisch. Aber ist ihre Stimme wirklich so außergewöhnlich?

Es kann sich im Halbfinale zeigen, das sie ebenso erreichte wie der leidenschaftliche südafrikanische Tänzer Karabo. Dessen emotional größere Leistung war aber, dass sich er und Motsi Mabuse seit Jahren aus den Social Medias kennen - aber erstmals persönlich gegenüberstanden. "Wir kennen uns", verkündete Karabo. "Er hat wie ich Jura studiert", bestätigte Motsi. Hm, Bekanntschaft als Talent?

Für Barpianist Clemens, Comedy-Sänger Cesar und das witzige Artistenpaar Duo Forza gab es trotz mehrheitlicher Zustimmung am Ende keinen Halbfinalplatz. Es können halt nicht alle gewinnen. Bauchredner Reto, Nacktmaler Brent und die Schlock-Freaks scheiterten an zu wenig Jas oder zu vielen Neins.

Mal sehen, ob künftig (trotzdem) wieder mehr Zuschauer "Ja" zum Supertalent sagen und wieder vermehrt einschalten.

Die Ehrlich Brothers stehen für Spektakel und Außergewöhnliches. Diesmal war ihnen bei "Das Supertalent" einiges aber doch zu absonderlich. (Bild: RTL / Stefan Gregorowius)
Die Ehrlich Brothers stehen für Spektakel und Außergewöhnliches. Diesmal war ihnen bei "Das Supertalent" einiges aber doch zu absonderlich. (Bild: RTL / Stefan Gregorowius)
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