Motorrad: Marc Marquez: Der gereifte Champion

Marc Marquez in einer neuen Rolle: Er lobte nach dem WM-Triumph seinen größten Rivalen Andrea Dovizioso

Valencia.  Das Wunderkind bastelt weiter an seiner Bilderbuch-Karriere. Mit nur 24 Jahren ist Marc Marquez schon zum sechsten Mal Motorrad-Weltmeister - und zum vierten Mal davon in der Königsklasse MotoGP. Der Spanier feierte in Valencia mit seinen Fans mit einem Würfel, der nach dem Werfen immer wieder die Sechs zeigte.

Konfetti-Regen und Champagner

"Ein unglaubliches Gefühl", schwärmte er. Nach einem Konfetti-Regen ließ er sich auf dem Siegerpodest den Champagner schmecken. Das hatten Experten so vorausgesagt, doch dass es erst in den letzten Runden Realität wurde, hatte niemand erwartet. Ducati-Pilot Andrea Dovizioso hielt das Titelrennen bis zum Finale offen. Für ihn kam nach einem Sturz erst fünf Runden vor Schluss das Aus. So reichte Marquez Rang drei hinter Teamkollege Daniel Pedrosa und Johann Zarco aus Frankreich für den nächsten großen Coup.

Die Erleichterung war ihm anzusehen. Beim Titelverteidiger war plötzlich Nervenstärke gefragt. Die hatte der Honda-Pilot in seiner Laufbahn selten gebraucht. Da konnte er sich auf sein fahrerisches Talent verlassen und die jugendliche Unbekümmertheit. Dem Draufgänger war es früher völlig egal, ob er von der Poleposition oder als Letzter an den Start gehen musste. Er fuhr ohne Rücksicht auf Verluste – sehr zum Ärger der Konkurrenten.

27 Stürze in einer Saison

In dieser Saison lernte man den neuen Marquez kennen. Er war nicht der Souverän, der sich schon vier Rennen vor dem Finale den Goldhelm aufsetzen konnte. Der Spanier musste kämpfen – diese...

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