MotoGP Valencia FT3: Johann Zarco mit Bestzeit auf nasser Piste

Gerald Dirnbeck
·Lesedauer: 3 Min.

Auch das dritte Freie Training für den Grand Prix von Europa fand auf nasser Strecke statt und hatte keinen Einfluss auf die Verteilung der Plätze für Q2. Johann Zarco (Avintia-Ducati) stellte auf dem Circuit Ricardo Tormo in Valencia mit Regenreifen die Bestzeit auf. Valentino Rossi (Yamaha) feierte Comeback, während Fabio Quartararo (Petronas-Yamaha) Mühe hatte.

Nächtlicher Regen hatte für eine nasse Strecke am Vormittag gesorgt. Als die MotoGP-Asse in den ersten Minuten mit Regenreifen ausrückten, waren die Zeiten um rund zehn Sekunden langsamer als in FT2, wo auf abtrocknender Strecke mit Slicks gefahren werden konnte.

Stefan Bradl fuhr in der Anfangsphase die schnellsten Rundenzeiten. Bei ihm waren nun beide Honda RC213V mit dem neuen Chassis aufgebaut, das er in Aragon zum ersten Mal probiert hat. Außerdem waren wieder alle Honda-Bikes mit dem Holeshot-Device ausgerüstet.

Rossi saß zum ersten Mal seit dem Renntag in Le Mans auf seiner Yamaha M1. Der Italiener drehte insgesamt 22 Runden und baute wieder ein Gefühl für die Geschwindigkeit und sein Motorrad auf. Es war ein problemloses Training für den "Doktor".

Auf nasser Strecke zeigte Fabio Quartararo (Petronas-Yamaha) erneut keine konkurrenzfähigen Zeiten und war einer der langsamsten Fahrer auf der Strecke. Sein Rückstand betrug teilweise fast drei Sekunden. Oft klagte und ärgerte sich Quartararo, dass er kein Gefühl hat.

Link zu den MotoGP-Ergebnissen Valencia

Da es nicht mehr regnete, trocknete die Strecke zusehends, aber Regenreifen blieben bis zum Schluss die Wahl. Schließlich markierte Zarco mit 1:40.007 Minuten vor Maverick Vinales (Yamaha), Takaaki Nakagami (LCR-Honda), Francesco Bagnaia (Pramac-Ducati) und Cal Crutchlow (LCR-Honda) Bestzeit.

Keine Änderung im Gesamtergebnis

Rossi steigerte sich zum Schluss auf den achten Platz. Sein Rückstand auf Zarco betrug 1,6 Sekunden. Miller verzichtete komplett auf dieses relativ nutzlose Training und blieb in der Box. Zwischenfälle gab es keine. Joan Mir (Suzuki) verbremste sich einmal und fuhr durch ein Kiesbett.

Da es keine Chance gab mit Slicks auszurücken, änderte sich am Gesamtergebnis der drei Freien Trainings nichts. Jack Miller (Pramac-Ducati) zog als Schnellster ins Qualifying ein. Seine Freitagsbestzeit lautete 1:32.528 Minuten.

Von den Top 6 in der Weltmeisterschaft schaffte nur Vinales nicht den direkten Sprung ins Q2. Der Yamaha-Fahrer muss am Sonntag aber ohnehin aus der Boxengasse starten, weil der sechste Motor zum Einsatz kommt. Auch Rossi wird in Q1 antreten.

Am Vormittag hatte der Regen bereits aufgehört und für den weiteren Samstag sind keine weiteren Niederschläge vorhergesagt. Das vierte Training beginnt um 14:10 Uhr, gefolgt vom Qualifying ab 14:50 Uhr.

Direkt für Q2 qualifiziert sind:

Jack Miller (Pramac-Ducati)

Aleix Espargaro (Aprilia)

Franco Morbidelli (Petronas-Yamaha)

Takaaki Nakagami (LCR-Honda)

Pol Espargaro (KTM)

Alex Rins (Suzuki)

Brad Binder (KTM)

Andrea Dovizioso (Ducati)

Fabio Quartararo (Petronas-Yamaha)

Joan Mir (Suzuki)

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.