Moto2 Katar: Tetsuta Nagashima feiert ersten Sieg mit emotionalem Tribut

Juliane Ziegengeist

Moto2-Pilot Tetsuta Nagashima hat beim Großen Preis von Katar einen emotionalen Sieg errungen. Der Japaner setzte sich zehn Jahre, nachdem sein Landsmann Shoya Tomizawa an gleicher Stelle den ersten Sieg in der neuen Moto2-Klasse feierte, mit einem Vorsprung von 1,347 Sekunden gegen die Konkurrenz durch.

Luca Marini dominierte den Moto2-Lauf in der ersten Rennhälfte

Luca Marini dominierte den Moto2-Lauf in der ersten Rennhälfte Gold and Goose / Motorsport Images

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An der Spitze wagte Roberts zu Beginn der siebten Runde einen ersten Angriff auf den weiter führenden Marini, musste jedoch zurückstecken. In der Folge konnte sich Marini zusehends vom Rest des Feldes absetzen. Zur Rennmitte der insgesamt 20 Runden hatte er sich einen Vorsprung von einer Sekunde erarbeitet.

Roberts hielt weiterhin Platz zwei, während es in der Verfolgergruppe immer wieder zu Positionskämpfen kam. Hier mischte mittlerweile auch Nagashima mit, der sich Runde um Runde weiter nach vorn kämpfte und langsam am Podium schnupperte.

Schlussphase: Marini verliert die Führung, Nagashima holt auf

In der zweiten Rennhälfte schob sich das Spitzenfeld wieder enger zusammen. Nur eine Sekunde trennte die Top 6 aus Marini, Roberts, Baldassarri, Nagashima, Bastianini und Jorge Navarro (Speed Up). Nun sollte sich zeigen, wer mit den Reifen am besten umgegangen war und sich genug Körner für die Schlussphase aufgespart hatte.

Mit Beginn der fünftletzten Runde verlor Marini nach einem Fehler nicht nur seine Führung, sondern büßte gleich mehrere Plätze ein und fand sich schließlich am Ende der Spitzengruppe wieder. Vorne übernahm Baldassarri das Kommando, musste sich aber den Angriffen von Bastianini und Nagashima erwehren.

Letzterer ließ drei Runden vor Rennende den Hammer fallen, ging an Baldassarri vorbei und erarbeitete sich innerhalb kürzester Zeit eine Lücke. Damit war er für Baldassarri und Bastianini uneinholbar, die sich jedoch einen Podestplatz sicherten.

Roberts musste sich am Ende mit Platz vier zufriedengeben. Remy Gardner (Kalex) schob sich mit einer starken Schlussphase noch auf den fünften Rang, gefolgt von Speed-Up-Pilot Navarro. Schrötter schaffte als Siebter noch den Sprung in die Top 10, ebenso wie Lüthi, der hinter Aron Canet (Speed Up) und Xavi Vierge (Kalex) Zehnter wurde.

Für Marini ging es nach seiner langen Führung hingegen nur rückwärts. Er hatte seine Reifen wohl zu sehr strapaziert, fiel erst aus der Top 10 und ging nach einer Kollision mit Jake Dixon (Kalex) im letzten Umlauf zu Boden. Neben ihm und Fernandez sahen auch Marcos Ramirez und Kasma Daniel Kasmayudin (beide Kalex) die Zielflagge nicht.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.