Moskau bestätigt Tod von fünf Russen bei US-Angriffen in Syrien

Russische Soldaten in Deir Essor

Die russische Regierung hat den Tod von fünf Russen bei US-Angriffen im Osten Syriens bestätigt. Gemäß vorläufigen Informationen sei vom Tod von fünf russischen Bürgern bei den Kämpfen nahe Deir Essor auszugehen, teilte die russische Außenamtssprecherin Maria Sacharowa am Donnerstag mit. Es habe bei den Gefechten vergangene Woche auch Verletzte gegeben. Es handele sich nicht um russische Soldaten.

Verschiedene Medien hatten von bis zu 200 Toten bei dem Vorfall am 7. Februar gesprochen. Sacharowa bezeichnete Berichte über "dutzende oder hunderte tote Russen" als "die übliche Desinformation", die von der Opposition in Syrien verbreitet werde. Die Sprecherin sagte, es gebe in Konfliktgebieten Bürger vieler Länder, darunter auch Russen. Es sei "extrem schwierig", sie zu überwachen und zu überprüfen, was sie tun.

Laut russischen Medien kämpfen in Syrien zahlreiche Russen als Söldner für die "Gruppe Wagner" und andere private Sicherheitsfirmen. Eine russische Miliz und eine nationalistische Organisation bestätigten am Montag den Tod von zwei "Freiwilligen" in Syrien. Welche Gruppen genau an den Gefechten bei Deir Essor beteiligt waren und wie es zu dem Vorfall nahe einem Ölfeld östlich des Euphrat kam, ist weiter unklar.

Nach US-Darstellung griffen syrische Regierungstruppen einen Stützpunkt der mit den USA verbündeten kurdisch-arabischen SDF-Miliz östlich des Euphrat an. Russische Medien berichteten, regierungstreue Milizen hätten mit Unterstützung russischer Söldner ein Ölfeld der SDF erobern wollen.

Das Verteidigungsministerium in Moskau erklärte seinerseits, syrische Regierungstruppen hätten gegen eine Zelle der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) vorgehen wollen. Demnach war der Vorstoß nicht mit dem russischen Oberkommando abgestimmt. Die Berichte über die Präsenz russischer Söldner bestätigte das Ministerium nicht.