Moritz Bleibtreu ist genervt von Nazi-Filmen

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Moritz Bleibtreu credit:Bang Showbiz
Moritz Bleibtreu credit:Bang Showbiz

Moritz Bleibtreu hat die Nase voll von dem filmischen Einheitsbrei über Hitler und die Nazis.

Der Zweite Weltkrieg ist Gegenstand unzähliger deutscher Verfilmungen. Ein wenig gelangweilt davon zeigt sich nun der Schauspieler, der in der neuen RTL-Serie ‚Faking Hitler‘ die Rolle des Kunstfälschers Konrad Kujau übernimmt.

„Es stimmt schon, es ist ein bisschen: keep the thrill alive“, kritisiert er im Interview mit ‚t-online.de‘. „Hitler und die Nazis, alles rund um den Zweiten Weltkrieg, das ist ein Themenbereich, der in Deutschland partout nicht von der Leinwand verschwindet. Ich muss ehrlich sagen: Ich kann Menschen in Naziuniformen nicht mehr sehen. Aber wir scheinen so mit dieser Geschichte verwachsen zu sein, dass viele Menschen das gar nicht aufgeben wollen und daran hängen. Nur: Mein persönliches Interesse daran hält sich in Grenzen.“

Aus Regisseur-Sicht fände er den Stoff einfach nicht „spannend“ genug, um ihn zu inszenieren. „Es sei denn, es hätte so einen ‚Inglourious Basterds‘-Ansatz wie bei Quentin Tarantino damals“, fügt der Darsteller hinzu. „Aber im Prinzip ist das auch wieder das perfekte Beispiel, warum wir in Deutschland anders an die Sache rangehen. Ich bin überzeugt: Wenn ein deutscher Filmemacher eine Nazi-Parodie à la Tarantino gedreht hätte, wäre er gesteinigt worden. Einen Hollywoodstreifen, in dem Hitler im Kino verbrennt, feiern wir Deutschen hingegen.“ Der 50-Jährige wünsche sich mehr Freiheit für Filmemacher abseits von „historischen oder moralischen Zwängen“.

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