Mordkommission ermittelt nach gefährlicher Verfolgungsjagd in Nürnberg

Blaulicht

Bei einer Verfolgungsjagd ist ein Autofahrer in Nürnberg ungebremst auf eine Polizistin zugefahren und hat mehrfach Streifenwagensperren durchbrochen. Er und sein Mitfahrer seien festgenommen worden, teilten die Ermittler in der bayrischen Stadt am Donnerstag mit. In dem Fall ermittelt nun die Mordkommission.

Die Staatsanwaltschaft beantragte nach Angaben der Beamten bereits Haftbefehl wegen versuchten Mordes. Demnach war das Auto mit den 29- und 33-jährigen Männern am Donnerstagmorgen einer Polizeistreife aufgefallen und sollte für eine Kontrolle angehalten werden. Der Fahrer verweigerte das und flüchtete.

Während der Verfolgungsjagd mit mehreren Streifenwagen gelang es Beamten nach eigenen Angaben, das Auto in einer Sackgasse einzukeilen. Der Fahrer durchbrach allerdings die Sperre der Streifenwagen hinter ihm. Zuvor raste er ungebremst auf eine Beamtin zu, die sich mit einem Sprung zur Seite retten musste.

Sie blieb unverletzt. Im weiteren Verlauf rammte der Fahrer noch zwei Mal Sperrfahrzeuge der Polizei, bevor das Fahrzeug gestoppt und die beiden Insassen festgenommen werden konnten. Warum sie vor der Polizei flüchteten, war zunächst noch unklar.

Erst am Mittwoch hatte ein Lastwagenfahrer in Bayern bei einer wilden Verfolgungsjagd mit der Polizei fünf Menschen verletzt. Auch er durchbrach eine Sperre von teilweise noch mit Beamten besetzten Polizeiwagen, als er dabei in eine Sackgasse geriet.

In Hamburg versuchte ein Autofahrer am frühen Donnerstag bei einer Verfolgungsfahrt mehrfach, Streifenwagen abzudrängen. Zudem fuhr er viel zu schnell über Kreuzungen und wich über eine Verkehrsinsel aus, wie die Polizei in der Hansestadt mitteile. Nachdem er vor einer Mauer zum Stehen kam, nahmen Beamte den 29-Jährigen vorläufig fest. Er hatte mutmaßlich Drogen genommen. Darüber hinaus hatte er keinen Führerschein.