Freiburger Mordprozess: Höchststrafe für Hussein K.

Im Prozess um Vergewaltigung und Ermordung einer 19-jährigen Studentin in Freiburg ist der Flüchtling Hussein K. zur Höchststrafe verurteilt worden. Die Richter des Landgerichts Freiburg verhängten am Donnerstag eine lebenslange Freiheitsstrafe und stellten die besondere Schwere der Schuld fest. Zudem ordneten sie Sicherungsverwahrung an.

Dem Mann wird vorgeworfen, im Oktober 2016 eine Studentin nachts von dem Fahrrad gestoßen, vergewaltigt und dann ermordet zu haben.

Die 19-Jährige ist laut offenbar in dem Fluss Dreisam ertrunken. Die junge Frau war nachts allein mit dem Fahrrad auf dem Weg von einer Studentenparty nach Hause.

Der Prozess hat mehrere Monate gedauert. Im großen Saal des Freiburger Landgerichts hatten sich drei Berufsrichter und zwei ehrenamtliche Schöffen an 24 Verhandlungstagen versammelt. Der Fall sorgte im ganzen Land für großes Aufsehen.

Neben der Tat stand im Prozess auch das Alter des vor der Jugendkammer angeklagten Mannes. Dieser war im November 2015 ohne Papiere als Flüchtling nach Freiburg gekommen. Nach eigenen Angaben soll er 16 oder 17 Jahre alt gewesen sein und aus Afghanistan stammen. Diese Altersangaben wurden von Gutachtern angezweifelt .

Der Angeklagte war bereits 2013 in Griechenland wegen einer Gewalttat gegen eine Frau zu zehn Jahren Haft verurteilt worden. Er wurde aber gegen Auflagen freigelassen.