Montag, 23.07.2018: Was Sie heute wissen müssen

Tote und Schwerverletzte nach einer Schießerei in Kanada. US-Präsident reagiert mit scharfen Worten auf eine Drohung von Irans Staatschef Rouhani. Das nordkoreanische Regime fordert im Verhandlungsprozess rund um eine nukleare Abrüstung der koreanischen Halbinsel einen „mutigen Schritt“ von den USA. Das sind die Nachrichten des Tages.

Polizeibeamte sichern den Tatort des Blutbadsin Kanada. (Bild: Christopher Katsarov/The Canadian Press via AP Photo)

Schießerei in Toronto

Zwei Tote und mindestens 13 Schwerverletzte – das ist die traurige Bilanz nach einer Schießerei in Toronto. In der Nacht von Sonntag auf Montag hat ein Mann in einer belebten Gegend der kanadischen Metropole mit einer Waffe um sich geschossen. Eines der Opfer kam bei der Schießerei ums Leben, mindestens dreizehn weitere Personen wurden verletzt. Der Täter hatte aus bislang noch unbekannten Gründen das Feuer eröffnet. Er wurde von einem Polizisten erschossen. Kanadische Medien berichteten zunächst von einem geistig verwirrten Täter, der zuerst auf Polizisten geschossen habe. Die Polizei bestätigte diese Angaben bis dato nicht.

Donald Trump warnt iranisches Regime

Mit scharfen Worten wendet sich Donald Trump an Irans Staatschef Rouhani. (Bild: Chris Kleponis/Pool via Bloomberg/Getty Images)

US-Präsident Donald Trump reagierte mit scharfen Worten auf eine Drohung des iranischen Staatschefs Hassan Rouhani. Rouhani hatte eine Ölblockade in Aussicht gestellt und Trump gewarnt, mit dem Feuer zu spielen: „Die Amerikaner sollten aber wissen, dass Frieden mit dem Iran die Mutter aller Frieden ist, (…) genauso wie ein Krieg die Mutter aller Kriege wäre.“ Trump reagierte auf Twitter – und schrieb in Großbuchstaben: „Wir sind kein Land mehr, das für Ihre verrückten Worte der Gewalt und des Todes steht, passen Sie auf!“ Zudem warnte er den Iran vor weitreichenden Konsequenzen. US-Außenminister Mike Pompeo verglich indes das iranische Regime mit der Mafia. Das Land werde „von etwas geleitet, das der Mafia mehr ähnelt als einer Regierung“, so Pompeo, der Rouhani und Irans Außenminister Mohammed Dschawad Sarif als „polierte Frontmänner für die internationale Trickbetrügerei“ bezeichnete.


„An den iranischen Präsidenten Rouhani: Bedrohen Sie niemals wieder die USA, oder Sie werden weitreichende Konsequenzen zu spüren bekommen, wie sie wenige zuvor in der Geschichte erleiden mussten. Wir sind kein Land mehr, das Ihre wahnsinnigen Worte von Gewalt und Tod hinnehmen wird. Seien Sie vorsichtig!“

Vor Nuklearabrüstung: Nordkorea fordert „mutigen Zug“ der USA

Donald Trump und Kim Jong-un bei ihrem historischen Treffen in Singapur. (Bild: AP Photo/Evan Vucci)

In den Verhandlungen zwischen Nordkorea und den USA über eine Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel macht das Regime von Kim Jong-un die weiteren Fortschritte von Zugeständnissen der Amerikaner abhängig. Wie „CNN“ berichtet, übe das Regime Druck auf den US-Präsidenten aus, Sanktionen gegen Nordkorea aufzuheben. Kim Jong-un sei der Meinung, Nordkorea habe bereits „so viel“ getan, indem es seine Nukleartests abstellte und eine seiner kerntechnischen Anlagen zerstörte. Pjöngjang fordere einen „mutigen Zug“ der USA. Donald Trump soll sich laut Medienberichten intern frustriert über den mangelnden Fortschritt nach dem historischen Treffen der beiden Staatsoberhäupter in Singapur am 12. Juni gezeigt haben. Nichtsdestotrotz gab er sich vergangene Woche optimistisch: „Wir haben keine Eile … wir haben kein Zeitlimit. [W]ir gehen gerade durch den Prozess. Aber das Verhältnis ist sehr gut“, so Trump.