Montag, 23.04.2018: Was Sie heute wissen müssen

Mit beherztem Einsatz stoppt ein Mann in den USA einen Amoklauf. Außenminister Heiko Maas fährt einen harten Kurs gegen Russland. CDU-Frau Strenz soll an Korruption im Europarat beteiligt gewesen sein.

Shaw sieht sich selbst nicht als Held. (Bild-Copyright: Larry Mccormack/The Tennessean/AP/dpa)

Sturmgewehr entrissen: Mann stoppt Amoklauf

Bei einem Amoklauf in den USA starben vier Menschen, vier weitere wurden verletzt. Laut der Polizei hätte die Tat vor und in einem Restaurant in Nashville deutlich schlimmer enden können – hätte sich nicht ein mutiger Mann dem Angreifer entgegengestellt. James Shaw, der gerade im “Waffle House” zu Gast war, entriss dem Täter das Sturmgewehr und vertrieb ihn, so die Ermittler auf einer Pressekonferenz. “Er hat viele Leben gerettet. Er ist ein Held”, lobt ein Polizeisprecher laut der Nachrichtenagentur AP. Der Schütze ist noch auf der Flucht.

G7: Lob und Kritik für Maas nach Russland-Absage

Heiko Maas schlägt Russland die Tür zu. (Bild-Copyright: Virginia Mayo/AP Photo)

Außenminister Heiko Maas fährt einen harten Kurs gegen Moskau und schließt eine russische Rückkehr zur G7 aus. “Bisher sind die Voraussetzungen nicht geschaffen worden, dass es da noch einmal eine Veränderung gibt”, zitiert ihn die dpa vom G7-Treffen in Toronto. Russland wurde 2014 nach der Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim von der damaligen G8 ausgeschlossen. Politiker von FDP und Linken sprachen sich zuletzt dafür aus, Russland wieder einzuladen und auch in der eigenen Partei gebe es kritische Stimmen, heißt es in einem “Welt”-Bericht. Ministerpräsident Stephan Weil stellt demnach, ob des fehlenden außenpolitischen Konsens in der SPD, “weit verbreitete Irritationen” fest. “Ich schätze seine Haltung sehr. Ohne eine solche Haltung kommen wir leider nicht nach vorne”, lobt hingegen der ukrainische Außenminister Pawel Klimkin.

Korruption im Europarat? CDU-Frau Strenz unter Verdacht

Die Ermittler belasten Karin Strenz schwer. (Bild-Copyright: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa)

Mehrere Mitglieder der parlamentarischen Versammlung des Europarats stehen unter Korruptionsverdacht – unter ihnen auch die ehemaligen Mitglieder Eduard Lintner (CSU) und die Bundestagsabgeordnete Karin Strenz (CDU). Zu diesem Schluss kommen die Ermittler einer Untersuchungskommission, die im vergangenen Jahr beauftragt wurde, eine Korruptionsaffäre innerhalb des Europarats aufzudecken. Dieser gilt eigentlich als Hüter der Menschenrechte. Es gebe den “starken Verdacht”, dass eine Gruppe innerhalb des Rats das autokratische Aserbaidschan unterstützt und dafür Geld aus Baku bekommen habe. Strenz soll unter anderem gegen den Verhaltenskodex verstoßen und Interessenskonflikte nicht offengelegt haben.