Montag, 16.04.2018: Was Sie heute wissen müssen

Die USA wollen ihre Truppen aus Syrien abziehen. Emmanuel Macron setzt im Syrien-Konflikt auf Diplomatie. Wer Hartz IV bekommt, bleibt länger ohne Job und Ex-FBI-Chef Comey kritisiert Donald Trump mit harschen Worten.

Donald Trump will an seinem Plan festhalten. (Bild-Copyright: Susan Walsh/AP Photo)

Syrien: Trump will Truppen schnellstmöglich abziehen

Die USA wollen an ihrem Plan festhalten und ihre Truppen in Syrien schnellstmöglich abziehen. Der Schlag gegen das syrische Regime, das mit Chemiewaffen die eigene Zivilbevölkerung angegriffen haben soll, habe an dem Vorhaben nichts geändert. “Der Präsident hat klar gemacht, dass er möchte, dass die US-Streitkräfte so schnell wie möglich nach Hause kommen”, sagte Regierungssprecherin Sarah Sanders am Sonntag in einem Statement. In dem Krisengebiet sind etwa 2.000 US-Soldaten stationiert.

Ex-FBI-Chef Comey kritisiert Trump heftig

James Comey ist auf seinem persönlichen Rachefeldzug gegen Trump. (Bild-Copyright: Ralph Alswang/ABC via AP)

Der ehemalige FBI-Chef James Comey hat US-Präsident Donald Trump attackiert. Der 57-Jährige beschrieb Trump in einem Interview mit dem Sender abc zwar als überdurchschnittlich intelligenten Menschen, der aber “moralisch nicht geeignet ist, Präsident zu sein”. Trump sei unter anderem ein “chronischer Lügner”, behandle Frauen wie “ein Stück Fleisch” und würde die Grundfesten der USA gefährden, so der Ex-FBI-Boss weiter. Comey wurde von Trump im Mai 2017 gefeuert und stellt aktuell ein Enthüllungsbuch vor.

Macron will in Syrien-Konflikt vermitteln

Emmanuel Macron sieht sich als Vermittler des Friedens. (Bild-Copyright: Ludovic Marin, Pool via AP)

Frankreich will eine diplomatische Initiative starten, um eine dauerhafte Lösung im nunmehr seit sieben Jahren andauernden Konflikt in Syrien zu finden. Staatspräsident Emmanuel Macron betonte in einem Gespräch mit dem Sender BFMTV, sein Land wolle auch Russland, Iran und die Türkei in den Prozess einbeziehen. Eine Resolution im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen soll unter anderem für landesweite Waffenruhe und humanitäre Hilfe sorgen.

Wer Hartz IV bekommt, bleibt länger ohne Job

Die Linksfraktion kritisiert arbeitsmarktpolitische Situation. (Bild-Copyright: Sebastian Willnow/ddp/dapd)

Arbeitslose, die Hartz IV bekommen, bleiben im Schnitt immer länger ohne Job: Die durchschnittliche Arbeitslosenzeit ist bei Beziehern der Grundsicherung zwischen 2011 und 2017 stetig von 555 auf 650 Tage angestiegen, macht die Linksfraktion im Bundestag auf Zahlen der Bundesagentur für Arbeit (BA) aufmerksam. Dies sei eine “logische Konsequenz des arbeitsmarktpolitischen Stillstands”, kritisiert Sabine Zimmermann von den Linken laut dpa.