Monsanto steigert Gewinn – und erleidet einen Rückschlag

Der Saatgutriese Monsanto fährt kurz vor dem Kauf durch Bayer hohe Gewinne ein. Besonders profitabel war der Handel mit Sojabohnen-Saatgut. In Kaliforniern droht allerdings Gegenwind.


Um 17 Prozent auf 843 Millionen Dollar baute Monsanto seinen Gewinn im dritten Quartal aus – das Geschäftsjahr entsprich bei Monsanto nicht dem Kalenderjahr. Monsanto bietet vor allem Pflanzenschutzmittel sowie Saatgut an. Wegen seines gentechnisch veränderten Saatguts ist der Konzern insbesondere in Europa umstritten. Die beiden Geschäfte entwickelten sich unterschiedlich: Im Saatgutgeschäft verlor Monsanto an Umsatz, während die Erlöse im Pflanzenschutz zulegten.




Insgesamt verlor Monsanto im Saatgutgeschäft aber leicht an Umsatz, während die Erlöse im Pflanzenschutzgeschäft zulegten. Der Konzernumsatz lag im abgelaufenen Quartal mit 4,23 Milliarden Dollar knapp ein Prozent über dem Vorjahresniveau. Monsanto bekräftigte sein Gewinnziel, das ein Ergebnis je Aktie am oberen Ende der prognostizierten Spanne von 4,50 bis 4,90 Dollar vorsieht.

Doch auch das Pflanzenschutzgeschäft ist schwierig. So verkauft Monsanto den Unkrautvernichter Glyphosat, den eine internationale Krebsforschungsagentur als potenziell krebserregend einstuft. Viele Landwirte sind deswegen verunsichert und verzichten daher auf Glyphosat. Und die Verunsicherung dürfte noch weiter zunehmen: Der US-Bundesstaat Kalifornien hat Glyphosat nun auf eine Liste von Chemikalien gesetzt, die krebserregend sein können. Gegen den Eintrag hatte sich Monsanto gewehrt und in erster Instanz verloren. Monsanto will gegen die Entscheidung vorgehen.




Dessen ungeachtet treibt Bayer die Übernahme von Monsanto voran. Noch haben die Kartellbehörden den Kauf allerdings nicht genehmigt. Bayer-Chef Werner Baumann hatte angekündigt, die Unterlagen für die EU-Wettbewerbsbehörde im zweiten Quartal einzureichen – damit wäre noch bis Freitag Zeit. Mit einer endgültigen Entscheidung der Behörden wird bis Jahresende gerechnet.