Monika Grütters: Berlins CDU-Chefin will Partei auf liberalem Kurs halten

Monika Grütters, (CDU)

Berlin.  Die Vorsitzende der Berliner CDU, Monika Grütters, will den Landesverband der Partei auf liberalem Kurs halten, insbesondere in der Flüchtlingspolitik. Überlegungen, wieder stärker Positionen des rechten Union-Flügels in den Vordergrund zu stellen, erteilte sie im Interview mit der Berliner Morgenpost eine Absage. Grütters räumte ein, es gebe zur Flüchtlingspolitik in der Berliner CDU, wie in anderen Landesverbänden auch, ein breites Meinungsspektrum. Einer Volkspartei stehe es aber gut zu Gesicht, "sich auf konservative Traditionen und bürgerliche Werte zu berufen und sich andererseits zu einer weltoffenen Großstadt zu bekennen". Berlin könne für Formen des Zusammenlebens in der Gesellschaft Vorbild sein.

Grütters: "Rot-Rot-Grün lieber heute als morgen ablösen"

Die CDU-Landeschefin verwies darauf, dass die Union die Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Rheinland-Pfalz verloren habe. Dort seien explizit Thesen des rechten Flügels vertreten worden. "Gewonnen haben wir mit einer deutlichen Betonung auf Mitte, Maß und Merkel im Saarland, in Nordrhein-Westfalen, in Schleswig-Holstein und im Bund", sagte Grütters. Horst Seehofer und die CSU hingegen hätten so viele Stimmen verloren wie noch nie, "obwohl gerade er die berühmte Obergrenze gefordert hatte". Grütters, die auch Kulturstaatsministerin im Bundeskabinett ist, betonte, AfD-Wähler zurückgewinnen zu wollen. "Aber das wird uns nicht gelingen, wenn auch wir zum rechten Rand aufschließen." Die Diskussion, ...

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