Ist MongoDB nach dem Gewinnsprung ein Kauf?

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Wie viele Wachstumswerte haben auch die Aktien von MongoDB (WKN:A2DYB1 -5,56 %) in diesem Jahr stark gelitten. Inflationsängste und die Ungewissheit über die Wirksamkeit der Maßnahmen der US-Notenbank zur Eindämmung der Inflation haben dazu geführt, dass die Anleger weniger bereit sind, einen Aufschlag für schnell wachsende Unternehmen zu zahlen. Das führte zu einem brutalen Ausverkauf auf dem gesamten Markt, und die Aktie von MongoDB wurde von diesem Gemetzel mitgerissen.

Nachdem sie bis Ende letzten Monats fast 60 % ihres Wertes verloren hatten, ist der Aktienkurs des Software-Unternehmens in den letzten Tagen wieder stark angestiegen. Ist das ein Zeichen dafür, dass es ein guter Zeitpunkt ist, diese angeschlagene Tech-Aktie zu kaufen?

Die Aktien von MongoDB stiegen letzten Donnerstag stark an, nachdem der führende Anbieter von Datenbanksoftware im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2023, das am 30. April endete, einen überraschenden Gewinn erzielte.

Die Geschäftsführung gab bekannt, dass der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 57 % auf 285,4 Mio. US-Dollar gestiegen ist. Die Gewinne wurden durch das rasante Wachstum der beliebten Cloud-Datenplattform Atlas angekurbelt. Der Umsatz in diesem wichtigen Geschäftsbereich stieg um beeindruckende 82 %. „MongoDB ermöglicht es Entwicklern, geschäftskritische Anwendungen zu erstellen, die das Nutzererlebnis verbessern, neue Funktionen ermöglichen und die betriebliche Effizienz steigern“, so CEO Dev Ittycheria in einer Pressemitteilung.

Noch besser ist, dass der Anbieter von Cloud-Software durch die Ausweitung seiner Geschäftstätigkeit profitabler wird. Die bereinigte Bruttomarge stieg von 72 % im Vorjahresquartal auf 75 %. Dadurch stieg das bereinigte Betriebsergebnis um mehr als das Sechsfache auf 17,5 Mio. US-Dollar.

Insgesamt belief sich der bereinigte Nettogewinn von MongoDB auf 15,2 Mio. US-Dollar bzw. 0,20 US-Dollar pro Aktie, verglichen mit einem Verlust von 3,9 Mio. US-Dollar bzw. 0,06 US-Dollar pro Aktie im Vorjahresquartal. Diese verbesserte Rendite war eine angenehme Überraschung für die Investoren. Die Analysten hatten mit einem Verlust von 0,09 US-Dollar pro Aktie gerechnet.

Ist die Aktie von MongoDB heute ein Kauf?

Partnerschaften mit großen Cloud-Computing-Plattformen tragen zum Wachstum des Datenbankanbieters bei.

Im März hat MongoDB seine Zusammenarbeit mit Amazon.com (WKN: 906866, -3,12 %) erweitert. Die beiden Unternehmen vereinbarten eine Zusammenarbeit, um anderen Unternehmen dabei zu helfen, ihre Datenbankarbeitslasten in die Cloud zu verlagern. MongoDB und Amazon Web Services arbeiten jetzt in den Bereichen Vertrieb, Marketing und Entwicklerschulung zusammen.

Und im April hat MongoDB einen interessanten Dienst auf Alphabets (WKN: A14Y6F, -2,98 %) (WKN: A14Y6H, -2,96 %) Google Cloud gestartet. Das Pay-as-you-go-Abonnementangebot ermöglicht es Entwicklern, ihre Anwendungen mit der Atlas-Plattform von MongoDB auf der Cloud-Infrastruktur von Google einfacher und kostengünstiger zu erstellen und zu skalieren.

Diese Vereinbarungen zeigen, dass die großen Cloud-Plattformen MongoDB als wichtigen Serviceanbieter akzeptieren. Ihre derzeitige Strategie scheint darin zu bestehen, Partnerschaften mit dem Marktführer für Datenbanksoftware einzugehen, anstatt mit ihm zu konkurrieren. Auf diese Weise können Amazon und Alphabet unnötige Forschungs- und Entwicklungskosten einsparen und gleichzeitig an den Plattformgebühren von MongoDB verdienen. Das ist ein kluger Schachzug und ein gutes Zeichen für die Wachstumsaussichten von MongoDB.

Wenn man das alles zusammenzählt, ist die Botschaft klar: MongoDB leistet hervorragende Arbeit, um die Bedürfnisse seiner Kunden nach Datenbanken zu erfüllen. Das ist eine großartige Position, da jeden Tag mehr Informationen in die Cloud fließen und immer mehr Geschäftsprozesse auf diesem ständig wachsenden Datenstrom aufbauen.

Das macht die Aktie von MongoDB heute zu einem guten Kauf.

Der Artikel Ist MongoDB nach dem Gewinnsprung ein Kauf? ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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John Mackey, CEO von Whole Foods Market, einer Amazon-Tochter, ist Mitglied des Vorstands von The Motley Fool. Suzanne Frey, eine Führungskraft bei Alphabet, ist Mitglied im Vorstand von The Motley Fool.

Dieser Artikel wurde von Joe Tenebruso auf Englisch verfasst und am 03.06.2022 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können. Joe Tenebruso hat die folgenden Optionen: Long Calls auf Amazon im Januar 2024 für 2.000 US-Dollar. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Alphabet (A-Aktien), Alphabet (C-Aktien), Amazon und MongoDB.  

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