Monatliche Dividende? 3 Gründe, warum ich darauf inzwischen gar nicht mehr achte!

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Eine monatliche Dividende kann für Foolishe Investoren grundsätzlich sehr attraktiv sein. Insbesondere für Ruheständler oder diejenigen, die ihr Einkommen sukzessive durch Dividendenzahlungen ersetzen wollen, ist dieser Wert interessant. Für mich allerdings bloß noch rein rechnerisch.

Ich achte in meinem Einkommensportfolio nämlich kaum noch darauf, ob ich eine monatliche Dividende erhalte. Beziehungsweise generell auf das Zahlungsintervall. Hier sind drei Gründe, warum das für mich wirklich inzwischen eine untergeordnete Rolle spielt.

Monatliche Dividende? Häufig ein fauler Kompromiss

Eine monatliche Dividende zu erhalten, geht für die meisten Investoren in einem breiteren Depot häufig auf einem Weg: Mit dem Timing verschiedener ausschüttender Aktien. Grundsätzlich können vierteljährliche Ausschütter mit verschiedenen Auszahlungsdaten so getimt werden, dass sie zumindest kalendarisch in jedem einzelnen Monat effektiv zahlen.

Wir erkennen bereits hier jedoch schon: Eine monatliche Dividende ist damit sehr häufig doch eher ein fauler Kompromiss. Es geht um solche Eitelkeiten wie das Zahlungsintervall. Die Qualität der Aktie hingegen rückt in den Hintergrund. Möglicherweise selbst die Dividendenqualität, die hinter der Aktie steckt.

Das ist ein Fokus, den man als Investor besser nicht wählen sollte. Es könnte ein zu großes Risiko damit verbunden sein, das die Nachhaltigkeit, die Ausschüttungen selbst oder auch die Gesamtrendite tangiert. Ein Preis, den ich inzwischen nicht mehr bereit bin zu zahlen.

Monatliche Dividende: Zu wenige Aktien

Zudem können wir sagen: Wer sich bei einer einzelnen Aktie auf eine monatliche Dividende konzentriert, der hat wenig Auswahl. Es gibt zwar insbesondere im Kosmos der Real Estate Investment Trusts einige Ausschütter mit einem solchen Zahlungsintervall. Allerdings sind das eher die Ausnahmen als die Regel.

Wer sich entsprechend auf solche Aktien mit einer monatlichen Dividende konzentriert, der fischt in einem ziemlich kleinen Teich. Auch das ist gefährlich und oberflächlich, was das Zahlungsintervall angeht. Foolishe Investoren sollten das zwingend berücksichtigen. Und womöglich Alternativen berücksichtigen, die einfach stärker sind.

Bedenke, Fool, wie wichtig die Qualität ist

Zudem sollten Foolishe Investoren auf der Suche nach einer monatlichen Dividende einen weiteren Faktor bedenken: Es gab seit dem Corona-Crash jede Menge eigentlicher qualitativer oder beständiger Aktien, die bereits ihre Dividende gekürzt haben. Oder das noch tun. Wer sich entsprechend auf das Zahlungsintervall konzentriert, der hat hier einen wirklich merkwürdigen Fokus.

Gerade die Dividendenkürzungen bei einigen Aktien haben mich noch einmal aufmerksam darauf gemacht, was wirklich zählt: das Unternehmen, die Nachhaltigkeit und Stabilität, die Zukunft des Unternehmens und des Marktes und andere Dinge, die deutlich entscheidender sind als Timing oder Zahlungsintervall.

Langfristig orientierte Qualität bei Dividendenaktien ist schwer zu finden. Auf eine monatliche Dividende zu achten führt zu einem veränderten Fokus.

Der Artikel Monatliche Dividende? 3 Gründe, warum ich darauf inzwischen gar nicht mehr achte! ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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