"Monat ohne Alkohol" in Frankreich geplant

Ihm dürfte der "trockene Januar" missfallen: Ein Winzer im Burgund

Im Wein- und Champagnerland Frankreich soll es einen "Monat ohne Alkohol" geben. Rund 20 Gesundheitsverbände riefen am Dienstag zu einem "trockenen Januar" auf. "Der Nutzen ist erwiesen: Gewichtsverlust, besserer Schlaf, mehr Energie und bessere Konzentration", erklärten die Verbände.

Die Franzosen sollten nach dem intensiven Spirituosen-Konsum an den Feiertagen und an Silvester "einen Monat Pause machen", heißt es in dem Aufruf, den unter anderem Suchthilfe-Verbände und die Anti-Krebs-Liga unterzeichnet haben. "Gönnen Sie ihrem Körper (und ihrem Portemonnaie) eine Pause und ziehen Sie Bilanz, welchen Platz der Alkohol in ihrem Alltag und ihrem sozialen Umfeld einnimmt."

Zum Vorbild nehmen die Verbände die Aktion "Dry January", die es bereits seit 2013 in Großbritannien gibt. Sie riefen die französische Regierung auf, die Kampagne zu unterstützen. Das Gesundheitsministerium hatte sich zuletzt zurückhaltend geäußert. In Frankreich werden mehr als 40.000 Todesfälle im Jahr auf Alkohol zurückgeführt.

Auf Unmut stoßen zudem angebliche Äußerungen von Präsident Emmanuel Macron: Ein Verband der Champagner-Winzer gibt an, der Staatschef habe den Herstellern Mitte November bei einem Besuch versichert, es werde "keinen trockenen Januar geben". Macrons Büro hat die Angaben weder bestätigt noch dementiert.