Monarch: größte Rückholaktion von Passagieren in Friedenszeiten

Die fünftgrößte Fluggesellschaft Großbritanniens ist insolvent. (Bild: ddp)

Völlig überraschend hat die britische Fluggesellschaft Monarch ihren Betrieb eingestellt. Nun sitzen etwa 110.000 Passagiere im Ausland fest. Niemand solle die Größe der Herausforderung unterschätzen, sagte der britische Verkehrsminister.

Um Punkt Mitternacht verlor die britische Fluggesellschaft Monarch ihre Lizenz, Pauschalreisen zu verkaufen. Damit wurde der Betrieb mit sofortiger Wirkung eingestellt – rund 110.000 Fluggäste sitzen im Ausland fest. Zwar war die britische Regierung auf diesen Fall vorbereitet, doch warnte Verkehrsminister Chris Grayling, dass niemand die Größe der Herausforderung unterschätzen solle.

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Die britische Luftfahrtbehörde CAA müsse im Auftrag der Regierung nun die „größte Rückführungsaktion in Friedenszeiten“ organisieren, so Grayling weiter. Die Behörde hat unterdessen nach eigenen Angaben schon über 30 Flugzeuge gechartert, um die Passagiere aus Ländern wie Frankreich, Spanien, Portugal, Griechenland und Zypern nach Hause zu bringen.


Dabei werde es unweigerlich zu einigen Störungen kommen, da die CAA aus dem Nichts übergangsweise eine der größten britischen Fluglinien aus dem Boden stampfen müsse, sagte die CAA-Vorsitzende Deirdre Hutton. Britischen Medienberichten zufolge wurden rund 300.000 Buchungen storniert. Monarch-Kunden mit einem Ticket wurden aufgefordert, nicht zum Flughafen zu fahren.

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Monarch ist die fünftgrößte Fluggesellschaft Großbritanniens. Im vergangenen Jahr machte die Airline fast 300 Millionen Pfund Verlust. Experten machen unter anderem die Terror-Angst in Ländern wie Ägypten oder der Türkei sowie den gefallenen Pfund-Kurs für die Pleite verantwortlich.

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