Terror-Gefahr: Inhaftierter Islamist droht mit Anschlägen nach Entlassung

Mohamed A. gilt als potenzieller Terrorist. Dennoch könnte er bald aus der Haft in Berlin entlassen werden und in Freiheit sein.

Den Berliner Sicherheitsbehörden stehen unruhige Zeiten bevor: Nach Informationen der Berliner Morgenpost wird ein als islamistischer Gefährder eingestufter Straftäter in den kommenden Monaten aus der Haft entlassen. Der genaue Zeitpunkt steht noch nicht fest. Laut einem internen Behördenvermerk, den diese Zeitung einsehen konnte, geht der polizeiliche Staatsschutz davon aus, dass der 27-jährige Libanese, der dreieinhalb Jahre wegen schweren Raubes verbüßt hat, "nach der Haftentlassung jede Gelegenheit für einen Anschlag/Angriff auf Ungläubige nutzen will".

Mohamed A. stelle wegen seiner Radikalisierung im Gefängnis und der Fokussierung auf die dschihadistische Ideologie sowie aufgrund seiner gewalttätigen Persönlichkeit "eine Gefahr für die innere Sicherheit in Deutschland und die Personen in seinem Umkreis dar", schreiben die Behörden. Außerdem soll er im Gefängnis etliche andere Gefangene radikalisiert haben. Auslöser für die Prognose der Sicherheitsbehörden war eine Durchsuchung der Zelle des Salafisten im Oktober 2016, bei der ein Handy gefunden wurde. Die Auswertung ergab, dass A. bundesweit Kontakte zu gewaltbereiten Islamisten pflegt. Das Gefängnis und sein Glaube hätten ihn so stark gemacht, dass er auf die großen Aufgaben nach seiner Freilassung vorbereitet sei. Die "Kuffar" ("Ungläubigen") müssten bestraft werden, wo man sie treffe, postete der Libanese. Seine Chats begründeten "die Gefahr der Inspiration von Einzeltätern", schrieben die Fahnder.

Nach dem brisanten F...

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