"Mogelpackung": "One Mic Stand" irritiert viele Zuschauer

Moderator Teddy Teclebrhan (l.) (Bild: imago/Panama Pictures)

Es sollte der Nachfolger des Publikumserfolgs "LOL: Last One Laughing" werden. Am 15. Juli startete bei Amazon Prime Video "One Mic Stand". Nichtkomiker wie Gesundheitsminister Karl Lauterbach (59, SPD) oder Fußballer Mats Hummels (33) werden von Könnern ihres Fachs wie Harald Schmidt (64) oder Torsten Sträter (55) in Sachen Comedy geschult. Teddy Teclebrhan (38) moderiert. Ein gutes und spannendes Konzept, da sind sich eigentlich alle einig. Zudem in anderen Ländern erprobt. Doch die Ausführung sorgt beim Großteil der Zuschauer für Kopfschütteln.

Bei Amazon hat "One Mic Stand" eine Bewertung von nur 2,4 Sternen von 5 möglichen Punkten bekommen. "Eigentlich kann man die ersten 2/3 wegschneiden und sich nur den Auftritt der prominenten Person anschauen", schreibt ein User. "Lustig sind die Gags allerdings nicht. Typisch deutscher Fremdschämhumor oder Gags, denen einfach der Überraschungsmoment fehlt oder aber Sprüche, die Gags sein sollen aber keine sind".

Ein anderer Amazon-Nutzer fasst sich kürzer. "Abfall" schreibt er nur.

Künstliche Lacher sorgen für Irritationen

Auch auf Twitter ist der Tenor meist negativ. "Abgrundtief schlecht" fand es ein Beobachter, obwohl er erklärter Fan von Teddy Teclebrhan sei. Die Lacher des Publikums im Saal, die hörbar aus dem Kontext geschnitten wurden und lieblos an angeblich lustige Stellen eingefügt wurden, irritierte mehrere Fans.

Andere Stimmen kritisieren auch Teddy. "Ich finde ihn leider null lustig und die Gesangseinlagen haben auch nur die Sendezeit aufgebauscht oder kommt mir das nur so vor", schrieb eine Nutzerin. "Wenn man Teddy und Gesang aus allen Folgen rausschneidet, bleibt nicht viel übrig".

Als "Mogelpackung" bezeichnet ein Twitterer die Sendung, die sich nicht entscheiden kann, ob sie eine Personality-Show um Teddy Teclebrhan sein will oder ein Einblick hinter die Comedy-Kulissen geben möchte.

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