Moderatorenikone David Letterman schießt gegen Trump

Moderatorenikone David Letterman schießt gegen Trump

David Letterman gehört zu den Ikonen der amerikanischen Talkmaster. Dementsprechend groß ist sein Einfluss auf das Publikum. Nun hat der 70-Jährige scharf gegen Donald Trump geschossen, was dem US-Präsidenten nicht gefallen dürfte.

Im Rahmen der Promotour für seine neue Show "Funny or Die with Senator Al Franken", ging David Letterman in einem Interview mit "Associated Press" hart mit Donald Trump ins Gericht: "Ich weiß, dass dieses Land Probleme hat und dass wir einen Typen brauchen, der sie lösen kann. Ich wünschte, es wäre Trump, aber er ist es nicht", so der ehemalige "Late-Night"-Talkmaster. "Also lasst uns aufhören darüber zu jammern, was für ein Volltrottel er ist und einen Weg finden, ihn ins Altersheim abzuschieben."

Mit seiner neuen Show möchte Letterman gemeinsam mit Senator Al Franken auf faktenbasierte Themen wie den Klimawandel aufmerksam machen, den Präsident Trump systematisch verneint. Zum politischen Klima in seinem Land befragt, antwortete der Moderator: "Wir wissen, dass etwas schief läuft, aber ich bin es leid, Menschen zuzuhören, die uns jeden Tag, jede Nacht und in allen Nachrichtensendungen erzählen, dass wir auf dem Holzweg sind."

Lettermans Vorschlag: "Ich denke, wir sollten unsere Ressourcen und Energien bündeln, um etwas dagegen zu tun. (Trumps) Verhalten ist beschämend für Amerikaner. Ob sie ihn nun gewählt haben oder nicht. Und die, die es getan haben, tun mir leid, weil er ihnen Dinge versprochen hat, die sie wirklich benötigen und man fragt sich mittlerweile, ob diese jemals zustande kommen."

Donald Trump dürfte über dieses erneute verbale Sperrfeuer gegen seine Person nicht erfreut sein. Nicht nur, dass er traditionell auf Kriegsfuß mit den Medien steht, zurzeit läuft ein staatliches Untersuchungsverfahren gegen ihn. Dem US-Präsidenten werden Verwicklungen mit russischen Hackern vorgeworfen, die den Wahlkampf 2016 beeinflusst haben sollen. Jüngst ist auch sein Sohn Donald Trump Jr. wegen Kontakten zu einer russischen Anwältin ins Fadenkreuz der Ermittler geraten.

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