Möbel zum Mieten? Ikea prüft neues Konzept

Der schwedische Möbelgigant denkt über neue Geschäftsmodelle nach. (Bild: ASSOCIATED PRESS/AP Photo)

Das schwedische Einrichtungshaus Ikea setzt weiterhin auf Innovationen. Wenn es nach dem neuen Vorstandsvorsitzenden Jesper Brodin geht, kann man „Billy“, „Pax“ und „Kallax“ bald mieten. Zumindest prüfe man diese Möglichkeit, wie er in einem Interview mit der „Rheinischen Post“ nun verlauten ließ.

In Zeiten von immer schnellerem Konsum und Begriffen wie „Wegwerfgesellschaft“ verspricht ein neues Ikea-Konzept den Gegenentwurf. „Sharing Economy“, übersetzt also „Wirtschaft des Teilens“ findet immer mehr Anhänger. Die vielleicht bekanntesten Beispiele sind boomende Car-Sharing-Unternehmen wie Car2Go von Daimler und DriveNow von BMW. Erst kürzlich stellte Media Markt ein neues Konzept zum Mieten von Elektrogeräten vor. Jetzt könnte auch Ikea das Konzept „Leihen statt kaufen“ aufgreifen und damit neue Wege gehen.

Wie das neue Leih-Konzept genau aussehen soll, bleibt erst einmal im Dunkeln. (Bild: ASSOCIATED PRESS/AP Photo)

„Ich persönlich halte den Kreislauf eines Systems für wichtig: Es geht uns nicht nur ums Möbel verkaufen, es geht auch darum, alte Möbel zu recyceln. Außerdem prüfen wir gerade, ob es einen Markt für das Verleihen von Möbeln gibt“, preist Jesper Brodin seine Neuerungen im Interview mit der „Rheinischen Post“ an. „Wir wollen mit den Menschen zusammenarbeiten, die Stärken der Gemeinschaft nutzen.“

Brodin ist seit September 2017 neuer Vorstandschef bei Ikea. Er war anlässlich einer Ikea-Neueröffnung nach Kaarst gereist – und zeigt mit dieser Verlautbarung, dass Ikea mit ihm noch innovativer und lukrativer für eine zunehmend anspruchsvolle Zielgruppe werden soll. Ob und wann das Konzept konkret werden könnte, das ließ Brodin aber noch offen.