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Mobbing! Gericht verurteilt PSG

Niederlage für Paris Saint-Germain vor Gericht.

Die Franzosen haben den Rechtsstreit gegen ihren ehemaligen Spieler Hatem Ben Arfa verloren und müssen ihm rund 100.000 Euro Entschädigung zahlen. Das berichtet L´Équipe. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Ligue 1)

Die Klage des 36-Jährigen wurde in erster Instanz abgewiesen. Erst im Berufungsverfahren entschieden die Richter für Ben Arfa.

Der Franzose stand zwischen 2016 und 2018 bei PSG unter Vertrag. Im April 2017 wurde ihm eine Anmerkung gegen den Präsidenten Nasser Al-Khelaifi zum Verhängnis. Er meinte laut L´Èquipe, „dass es schwierig ist, den Präsidenten zu erreichen, um über seine sportliche Situation zu sprechen.“

Im Anschluss daran wurde der Angreifer von den Profis getrennt und vor dem Trainingslager im Juli 2017 gänzlich aussortiert. Er durfte nur noch mit der Reserve trainieren. Erst nach Eingriff des Rechtsausschusses des französischen Verbandes LFP durfte Ben Arfa wieder am Mannschaftstraining teilnehmen.

Vor Gericht berief sich PSG darauf, selbst die Hoheit zu haben, wer am Training nimmt. Zudem meinte der Verein, dass sich Ben Arfa bewusst dazu entschieden habe, in Paris zu bleiben, obwohl ihm ein Wechsel nahegelegt wurde.

In der Berufung entschieden die Richter dann, dass das Verhalten des Vereins „moralische Belästigung“ sei und PSG die Verantwortung trage, den Spielern die besten Trainingsmöglichkeiten zu bieten.

2018 verließ der heute 36-Jährige den Klub und ist derzeit vereinslos.