Mo Dahoud von Borussia Dortmund im Visier: Ex-DDR-Trainer Stange will Perspektivteam für Syrien

In seinem Bestreben, ein syrisches Perspektivteam aufzustellen, möchte Nationaltrainer Bernd Stange auch bei Dortmunds Mo Dahoud vorfühlen.

Syriens neuer Nationaltrainer Bernd Stange bastelt nach der verpassten WM-Qualifikation an einer erfolgreichen Zukunft des krisengeschüttelten Landes. "Ich versuche, noch eine Art Olympiaauswahl zu bilden", sagte der frühere DDR-Auswahltrainer dem kicker: "Ein Team eben mit den vielen jungen Talenten, die Syriens Zukunft sind. Die möchte ich nach Europa holen, sie in Spielen gegen hiesige Klubs schärfen, an das Niveau heranführen."

Syriens Traum von der ersten Teilnahme an einer Fußball-WM war Ende des vergangenen Jahres erst in den Play-offs gegen Australien geplatzt. Im Januar wurde der 69-jährige Stange als neuer Hoffnungsträger für den Asien-Cup 2019 in den Vereinigten Arabischen Emiraten installiert. Dazu muss er seinen 30-köpfigen Kader jedoch noch genau studieren.

Stange will Gespräch mit Dortmunds Mahmoud Dahoud suchen

"Ich möchte die Jungs kennenlernen, werde also zu den 20 Klubs reisen, sie beobachten, mit ihnen sprechen. Auch mit Dortmunds Mahmoud Dahoud werde ich das Gespräch suchen. Er hat für die deutsche U21 gespielt, wartet nun natürlich auf den Anruf von Joachim Löw", sagte Stange. BVB-Profi Dahoud war 1996 in Syrien geboren worden und in Deutschland aufgewachsen. Er spielte bislang jedoch noch nicht für die deutsche A-Nationalmannschaft.

Die neue syrische Mannschaft aber tatsächlich zu Olympia 2020 in Tokio führen, wird Stange wohl nicht. Im kommenden Jahr will er seine lange Laufbahn beenden. Stange arbeitete in der Vergangenheit unter anderem als Nationalcoach des Irak, des Oman, von Singapur und Weißrussland sowie bei den Bundesligaklubs Hertha BSC und VfB Leipzig.