MLB: Schaffen die New York Yankees den Ausgleich in der ALCS?

Die New York Yankees versuchen, im zweiten Heimspiel der American League Championship Series gegen die Houston Astros den Ausgleich zu schaffen. Das Momentum liegt auf der Seite von New York, können die Astros trotzdem ein Spiel stehlen? SPOX zeigt Spiel 4 der ALCS ab 23 Uhr im LIVESTREAM FOR FREE .

Die New York Yankees versuchen, im zweiten Heimspiel der American League Championship Series gegen die Houston Astros den Ausgleich zu schaffen. Das Momentum liegt auf der Seite von New York, können die Astros trotzdem ein Spiel stehlen? SPOX zeigt Spiel 4 der ALCS ab 23 Uhr im LIVESTREAM FOR FREE.

Ausgangslage: Die Yankees-Offense hat endlich geliefert: Mit zwei 3-Run-Homeruns von Aaron Judge und Clint Frazier halbierten die Yankees am Montag mit einem 8:1-Sieg die Führung der Astros in der Serie, nach Game 3 steht es nur noch 1-2.

Nachdem Houston sich in den ersten beiden Partien jeweils knapp mit 2:1 durchsetzte, deutete nicht viel auf einen derart überzeugenden Sieg der Pinstripes hin. Doch bereits in der ALDS bewiesen die Damn Yankees, dass mit ihnen auch nach einem 0-2-Rückstand noch zu rechnen ist. Die Astros haben damit ihr zweites Spiel in der Postseason verloren, nachdem sie in der ALDS beim 3-1 über die Boston Red Sox ebenfalls ein Spiel abgaben.

Die nächsten zwei Spiele finden im Yankees Stadium statt, ehe die Serie für ein mögliches Game 6 und Game 7 wieder in den Minute Maid Park übersiedeln würde. New York schickt Sonny Gray als Starting-Pitcher ins Rennen, während bei den Houston Astros Lance McCullers Jr. auf den Mound stehen wird.

Darum gewinnen die New York Yankees Game 4: "Wir möchten nicht jedes Mal mit einem 0-2 starten, aber so ist es nun mal", sagte Yankees-Shortstop Didi Gregorius noch nach dem zweiten Spiel. Dabei wusste er wahrscheinlich insgeheim, dass sich die Yankees auf ihre Heimstärke verlassen können: In der Regular Season gewannen sie zuhause 51 Spiele, seit Anfang September stehen sie bei einer Heimbilanz von 17-3.

"Unsere Fans haben viel mit unserem Erfolg zu tun, dazu kommt, dass der Ballpark unseren Rechthändern sehr entgegenkommt", meint Yankees-Manager Joe Girardi. Mit dem Erfolg in Game 3 konnten die Yankees alle ihre vier Heimspiele in der laufenden Postseason gewinnen, mit einem Run-Verhältnis von 24:8. "Unsere Jungs fühlen sich natürlich sehr wohl hier, wir kennen jeden Grashalm auf dem Feld", erklärt Girardi die Heimstärke.

Wohl fühlte sich endlich auch wieder Aaron Judge, dem in Game 3 eine überragende Leistung gelang. Zudem ist die Stimmung im Locker Room trotz schlechtem Start in die Serie gut. "Wir lieben es, wir haben Leute wie Judge, die für ihre Teamkollegen wortwörtlich durch die Wand gehen würden", sagte Outfielder Todd Frazier über den Zusammenhalt in der Mannschaft.

Diese kann sich auch auf gute Leistungen des Pitching-Corps verlassen. "Wir haben bislang richtig gut gepitcht, die Spieler sind voller Selbstvertrauen", sagte Girardi zu den Leistungen seiner Aces. Die Astros haben in der Regular Season die meisten Runs erzielt, gegen die Yankees gelangen ihnen bislang jedoch nur fünf Runs.

Zudem kommt, dass New York das Duell gegen die Cleveland Indians, dem stärksten Team der American League in der Regular Season, noch drehen konnte. Damit waren die Yankees das zehnte Team in der Geschichte, dem dies gelungen ist. Dieses Comeback wird den Spielern Auftrieb geben, denn sie wissen, dass sie in Drucksituationen performen.

Mit zwei weiteren Heimsiegen könnten die Yankees nun in der Serie sogar in Führung gehen, und dann bekäme man zwei Mal die Chance, in die World Series einzuziehen.

Darum gewinnen die Houston Astros Game 4: Houston, wir haben ein ungewöhnliches Problem: Die Offense. Die Astros konnten in den Spielen gegen die Yankees nie mehr als zwei Runs erzielen. Dies ist den Astros in der gesamten Regular Season in drei aufeinanderfolgenden Spielen kein einziges Mal passiert. Ein Gesamt-Average von 0.169 und nur drei Extra-Base-Hits in 89 At-Bats sind schlicht zu wenig.

Doch die gute Nachricht ist, dass die Astros in der Serie bisher lediglich 16 Strikeouts kassierten. Im Unterschied zu den Indians bringen die Astros den Ball also ins Spiel. Jose Altuve und Carlos Correa führen die Offense an, sie schlagen einen starken .391-Average, während der Rest des Teams bei .091 steht (6-66). Kollegen Josh Reddick und Co. müssen wieder in Fahrt kommen. "Wir haben den Hintern versohlt bekommen", sagte Reddick nach Game 3. "Aber es könnte noch viel schlimmer sein, wir müssen jetzt einfach die Dinge machen, die gegen Boston geklappt haben."

Gelingen könnte das vor allem gegen Starter Gray, der im Vergleich zu den anderen Pichern der Yankees weniger Fastballs wirft. Dies kommt beispielsweise George Springer, Leader der Astros in Homeruns, entgegen, da er Pitches außerhalb der Strike Zone früh erkennt, und die Finger davon lässt. Sollte Gray bei At-Bats in Rückstand geraten, könnten sich Chancen ergeben.

"Das Scoreboard zeigt nicht an, wie hart die Bälle geschlagen wurden", gibt sich Springer zuversichtlich. "Ich denke, wir haben einige Bälle gut getroffen, sie sind eben einfach nicht schnell genug runtergefallen. Wir haben einen Plan und an den halten wir uns auch."

Astros-Ace McCullers ist nicht gerade die Speerspitze in Houstons Rotation, doch vor allem zum Beginn der Saison konnte der 24-Jährige überzeugen. In seinen ersten 16 Starts spielte er einen ERA von 3.05, was ihm erstmals einen Auftritt beim All-Star-Game bescherte. "McCullers hat elektrisierendes Zeug auf Lager, mit das Beste, was die Major Leagues zu bieten haben", sagt Manager A.J. Hinch über seinen Starting-Pitcher.

McCullers selbst beruft sich auf seine Erfahrung: "Ich habe schon einmal in der ALCS 2015 hier gepitcht. Ich fühlte mich in diesem Spiel sehr wohl, vor so einer beeindruckenden Kulisse zu starten. Das ist eben New York, eine ganz große Bühne!"

Im Falle des Falles kann Hinch auf seinen Bullpen zählen, wo mit Chris Devenski und Ken Giles zwei grundsolide Reliever, die auch mehrere Innings pitchen können, auf ihren Einsatz warten. Die Astros brauchen nur noch zwei Siege zum Einzug in die World Series, selbst wenn sie kein Spiel im Yankee Stadium gewinnen sollten, könnten sie zuhause alles klar machen.

Dieser Artikel wurde ohne vorherige Ansicht durch die Major League Baseball veröffentlicht.

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