MLB: MLB setzt Deadline für Einigung in Sachen Shohei Ohtani

Der vielleicht begehrteste Spieler im Baseball dieser Tage könnte vielleicht doch nicht auf den Markt kommen. Der japanische Superstar Shohei Ohtani würde gern 2018 in der MLB spielen, doch die Verhandlungen zwischen NPB, MLB und der Spielergewerkschaft MLBPA über ein neues Posting-System drohen zu scheitern. Nun gibt es eine Deadline.

Der vielleicht begehrteste Spieler im Baseball dieser Tage könnte vielleicht doch nicht auf den Markt kommen. Der japanische Superstar Shohei Ohtani würde gern 2018 in der MLB spielen, doch die Verhandlungen zwischen NPB, MLB und der Spielergewerkschaft MLBPA über ein neues Posting-System drohen zu scheitern. Nun gibt es eine Deadline.

Eigentlich war das Feld schon bestellt, Ohtani hatte einen Agenten für die Staaten engagiert und sein Klub, die Nippon Ham Fighters, kündigten an, dass sie ihr Juwel in diesem Winter ziehen lassen.

Einziges Problem: das bisherige Posting-System, das den Transfer von Spielern aus der japanischen Liga zur MLB regelt, ist am 31. Oktober ausgelaufen. Ein neues muss also her.

Dem Vernehmen nach haben sich MLB und Nippon Baseball unter Zustimmung der Fighters darauf geeinigt, das bestehende System für ein weiteres Jahr fortzuführen. Das hieße, MLB-Teams könnten maximal 20 Millionen für das Recht, mit dem Spieler zu verhandeln, bieten. Der Höchstbietende dürfte dann exklusive Verhandlungen führen - bei mehreren Maximalgeboten eben jeder, der selbiges abgab.

Shohei Ohtani: Alter verkompliziert Verhandlungen

Nun ist Ohtani aber erst 23 Jahre alt und fällt daher unter die Bonus-Beschränkungen für internationale Free Agents, die mit dem aktuellen CBA eingeführt wurden. Konkret hieße dies, Ohtani könnte in diesem Jahr maximal 3,53 Millionen Dollar als Signing Bonus von den Texas Rangers bekommen, die das meiste Geld in ihrem Pool für diese Signing-Periode übrighaben. Die Yankees und Twins folgen mit ein paar hunderttausend Dollar weniger.

Die MLBPA sträubt sich daher, das bisherige System durchzuwinken, da dies hieße, dass die Fighters deutlich mehr Geld bekämen als der Spieler, was aus Gewerkschaftssicht inakzeptabel erscheint. Sie streben vielmehr ein neues System an, dass dem abgebenden japanischen Klub einen festgelegten prozentualen Anteil am MLB-Vertrag des Spielers zusicherte. Mit diesem Konstrukt wiederum wären die Japaner gerade nicht einverstanden, da Ohtani lediglich einen Standard-Rookie-Vertrag bekäme, der ihm etwas mehr als 500.000 Dollar für 2018 einbringen würde.

Am letzten Mittwoch gab es eine erneute Verhandlungsrunde, die jedoch kein Ergebnis erbracht hat. Das führte dazu, dass die MLB eine Deadline für den 20.11. angesetzt hat, um die Angelegenheit zu klären. Spätestens dann werden Klubs also wissen, ob Ohtani auf den Markt kommt oder nicht.

Dieser Artikel wurde ohne vorherige Ansicht durch die Major League Baseball veröffentlicht.

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