MLB: McGwire: "Hätte auch ohne Doping 70 Homeruns geschlagen"

Mark McGwire hat in einem Interview behauptet, dass er keine leistungssteigernden Mittel gebraucht hätte, um 70 Homeruns zu schlagen. Der frühere Rookie of the Year bedauert aber, dass er dennoch gedopt hat.

Mark McGwire hat in einem Interview behauptet, dass er keine leistungssteigernden Mittel gebraucht hätte, um 70 Homeruns zu schlagen. Der frühere Rookie of the Year bedauert aber, dass er dennoch gedopt hat.

"Absolut", sagte McGwire in einem Interview mit Stadium TV: "Ich kenne mich einfach. Ich weiß es einfach. Ich bin als Homerun Hitter geboren. Ich meine, unglücklicherweise habe ich gedopt. Und ich habe dies bedauert. Ich habe darüber gesprochen. Ich habe es bedauert, denn ich hätte es nicht gebraucht. Das ist die Sache. Ich hätte es nicht gebraucht."

Im Jahr 1998 hatte McGwire in einem epischen über die gesamte Saison anhaltenden Zweikampf mit Sammy Sosa von den Chicago Cubs 70 Homeruns für die St. Louis Cardinals geschlagen. Damit stellte er einen neuen Saison-Rekord auf, der erst 2001 von Barry Bonds (73) gebrochen wurde.

"Ganz tief in mir kenne ich mich als Hitter. Ich weiß, was ich in der Batter's Box gemacht habe. Ich weiß, wie stark mein Geist ist. Und ich weiß, was für eine Art Hitter ich geworden bin", sagte McGwire.

Victor Conte, der Gründer und Präsident von Bay Area Laboratory Co-operative (BALCO), das im Mittelpunkt der Doping-Szene während der Steroid-Ära Ende der 90er und Anfang der 00er-Jahre stand, widersprach McGwires Darstellung: "Ich denke, McGwire ist verblendet, wenn er denkt, dass er 70 Homeruns 1998 ohne Doping geschlagen hätte", schrieb Conte USA Today via Textnachricht am Montag. "Ich denke nicht, dass er auch nur 50 Homeruns ohne Doping erreicht hätte."

Conte saß 2006 für vier Monate im Gefängnis, weil er Top-Athleten mit Steroiden versorgten hatte.

McGwire: Hätte nicht gedopt, wenn es Test gegeben hätte

McGwire hatte im Jahr 2010 in einem Fernsehinterview mit Journalist Bob Costas zugegeben, gedopt zu haben. In einem Gespräch mit The Athletic sagte er nun, dass er nie gedopt hätte, wenn es Dopingtests zu seiner Zeit gegeben hätte.

"Es wurde nichts unternommen, um den Sport sauber zu halten", sagte McGwire, der heute als Bench Coach der San Diego Padres tätig ist: "Das Spiel hat einen großartigen Job damit gemacht, wie es jetzt läuft. Ich lobe sie dafür. Ich denke, wir alle wünschen uns, dass es Tests gegeben hätte, als wir noch gespielt haben. Aber unglücklicherweise war dem nicht so."

Dieser Artikel wurde ohne vorherige Ansicht durch die Major League Baseball veröffentlicht.

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