MLB: Game 7: Showdown in Houston

Do or die in Houston! Nachdem die Astros am Freitag in der American League Championship Series gegen die New York Yankees zum 3-3 ausglichen , steigt Samstagnacht im Minute Maid Park das alles entscheidende Game 7 (So., 2 Uhr live auf DAZN ). Welches Team hat die besseren Chancen, in die World Series einzuziehen?

Do or die in Houston! Nachdem die Astros am Freitag in der American League Championship Series gegen die New York Yankees zum 3-3 ausglichen, steigt Samstagnacht im Minute Maid Park das alles entscheidende Game 7 (So., 2 Uhr ). Welches Team hat die besseren Chancen, in die World Series einzuziehen?

Die Astros mussten in New York drei Niederlagen in Folge einstecken, doch am Freitag konnten sie den Erfolgslauf der Yankees mit den eigenen Fans im Rücken stoppen. Eine weitere überzeugende Vorstellung von Ace Justin Verlander verhalf den Astros zum Ausgleich in der Serie.

"Es wird der reine Wahnsinn", freut sich Second Baseman Jose Altuve auf das bevorstehende Spektakel. "Beide Teams werden absolut alles raushauen, weil es eben für den Verlierer das letzte Spiel der Saison sein wird."

Altuve ist vor allem froh darüber, dass es für die Offense der Astros endlich wieder rund lief. Die sieben Runs aus Game 6 sind genausoviele, wie ihnen in den fünf Duellen mit den Yankees davor insgesamt gelangen. New Yorks Ace Luis Severino pitchte vier dominante Innings, ehe die Astros im fünften Abschnitt mit geduldigen At-Bats aufs Scoreboard kamen.

"Heute ist endlich alles zusammengekommen", sagte Shortstop Carlos Correa nach dem Sieg, bei dem er zwei Hits und einen Run verbuchen konnte. "Wir haben zuvor einfach zu viele schlechte Pitches attackiert. Wir wollten diesmal nur selektiv aggressiv sein, ich denke, das ist uns sehr gut gelungen."

Veteran CC Sabathia der Mann für die Yankees

Mit einem On-Base-Percentage von .351 agierten die Astros-Hitter deutlich produktiver als beispielsweise in ihren zwei Spielen zuvor, wo der Wert bei nur .152 beziehungsweise .212 lag. Eine Trendwende, die Starpitcher CC Sabathia, der von Manager Joe Girardi für Game 7 nominiert wurde, stoppen will.

Der Linkshänder war bereits in Game 3 im Einsatz, und wird nun nach regulärer Ruhepause zu seinem vierten Playoff-Einsatz kommen. In seinen bisherigen Starts in der Postseason pitchte Sabathia in 15 2/3 Innings einen ERA von 2.30 bei 19 Strikeouts. "Es ist aufregend, die Chance auf den Einzug in die World Series zu haben. Das wird ein richtiger Kampf", sagte der 37-Jährige.

Sabathia hat heuer vor allem dann überzeugt, wenn es bei den Yankees zuvor nicht so gut lief: In 13 Starts, die er nach einer Niederlage New Yorks pitchte, erzielte er einen 1.69 ERA und bilanziert bei 10-0 - ein echter Game-Changer eben.

"Wir wollen nur ihn für solche Situationen", zeigte sich Rookie Aaron Judge vor dem Start seines Teamkollegen beruhigt. Wie für die Pinstripes war die ALCS auch für den Right Fielder eine einzige Achterbahnfahrt. Vor allem gegen Breaking Balls hatte Judge massive Probleme, ehe er sein Team mit drei Homeruns in den letzten vier Spielen wieder zurück auf die Siegerstraße brachte. Doch auch Judge war gegen das souveräne Pitching von Verlander in Game 6 machtlos.

Morton startet für Astros, Bullpen randvoll

In Houston schickt Manager A.J. Hinch Pitcher Charlie Morton ins Rennen, der ebenfalls in Game 3 im Yankee Stadium zuletzt auf dem Feld stand, über 3 2/3 Innings aber eine schwache Vorstellung zeigte und insgesamt sieben Runs zuließ. "Er ist einer der unglücklichsten Pitcher der Postseason", sagte Hinch rückblickend auf Mortons bisherigen Auftritte. "Wir empfinden, dass er mit seinen regulären Ruhetagen eine großartige Option für unser Team darstellt."

Für das Heimspiel am Samstag kann Morton immerhin auf einen saisonweiten ERA von 3.34 in 16 Starts im Minute Maid Park zählen. "Ich werde diese Situation auf jeden Fall für immer in Erinnerung behalten", blickt Morton selbst voller Anspannung auf das möglicherweise letzte Spiel der Saison. "Es geht um verdammt viel, aber ich versuche den Moment zu genießen, denn der Weg hierher war einfach unglaublich."

Sollte das Spiel für die Astros dennoch nicht nach Wunsch laufen, können sie auf eine Bullpen zählen, in der Hochbetrieb herrschen wird. Neben den soliden Relievern Collin McHugh, Ken Giles und Chris Devinski könnten auch die Starter Lance McCullers und Lefty Dallas Keuchel zum Einsatz kommen. "Ihr werdet ein Spiel sehen, in dem alle verfügbar sein werden", ließ sich Hinch bereits am Freitag in die Karten blicken.

Doch auch die Bullpen auf der anderen Seite des Minute Maid Parks ist mit talentierten Relievern bestückt. Aroldis Chapman hat zuletzt ein Inning zum Save in Game 4 gepitcht und könnte nun wie Tommy Kahnle gut erholt eine Option für mehrere Outs sein. Zudem wird auch Girardi Pitcher wie Sonny Gray aus seiner Rotation in die Bullpen stecken.

Statistik: Vorteil Houston

Der Heimvorteil könnte zum entscheidenden Faktor werden. Die Astros sind in der Postseason zu Hause noch ungeschlagen und konnten 16 der letzten 18 Spiele in Houston für sich entscheiden. Auf der anderen Seite zeigten sich die Bronx Bombers in Eliminationsspielen unwiderstehlich stark und gewannen deren letzte vier.

Seit der Einführung des Best-of-Seven-Formats stehen Gastgeber in Entscheidungsspielen bei einer Bilanz von 18-7. Das letzte Gästeteam, das ein Game 7 aus der Fremde stehlen konnte, waren die St. Louis Cardinals in der NLCS 2006.

Dürfen die Fans in Houston nach Game 7 ihre "Astronomicals" bejubeln, oder werden sie nach einer 2-0-Führung in der ALCS doch noch zu den "Disastros"? Die Yankees spielen um den 41. Einzug in die World Series, in der sie letztmals 2009 ihre 27. Meisterschaft feiern konnten. Für die Astros wäre es die zweite World Series der Vereinsgeschichte. In jedem Fall warten dort bereits die Los Angeles Dodgers, die sich den Showdown in Houston nach ihrem 4-1 gegen die Chicago Cubs in Ruhe ansehen werden.

Dieser Artikel wurde ohne vorherige Ansicht durch die Major League Baseball veröffentlicht.

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