"Wahnsinn!" Heynckes kritisiert Länderspiele

Jupp Heynckes sieht die anstehenden Länderspiel-Reisen seiner Profis sehr kritisch

Jupp Heynckes sieht die anstehenden Länderspiel-Reisen seiner Profis mit mehr als einem weinenden Auge.

"Das ist ein mittlerer Wahnsinn, sage ich Ihnen ganz ehrlich", sagte der Bayern-Coach auf der Pressekonferenz nach dem 3:1-Erfolg des Rekordmeisters bei Borussia Dortmund und sprach von "Überbeanspruchung".

In der Partie beim BVB musste der 72-Jährige zunächst Javi Martinez und kurz darauf auch David Alaba wegen muskulärer Probleme vorzeitig auswechseln. Abwehrchef Mats Hummels musste der Coach nach eigenen Angaben eine vorzeitige Herausnahme sogar verweigern. "Weil Jerome Boateng auch nicht spielen konnte, habe ich ihm (Hummels) gesagt, dass er sich einfach durchbeißen muss. Deswegen hat er auch durchgespielt", so Heynckes.

Heynckes beklagt Überbeanspruchung

Für Heynckes sind die Belastungsgrenzen für die Profis durch den straffen Terminplan auf Klubebene längst erreicht. "Man verlangt den Spielern Dinge ab, die vom Physiologischen einfach gar nicht möglich sind."


Anstatt sich zu regenieren, stehen aber für einen Großteil des Kaders der Münchner nun aber die Länderspiele für ihre Nationalteams auf dem Programm. Der kolumbianische Nationalspieler James "fliegt zum Beispiel am Sonntag nach Südkorea und von dort nach China und macht zwei Spiele. Das ist nicht nachvollziehbar", ereiferte sich Heynckes.

Die deutsche Nationalmannschaft bestreitet am 10. November in London gegen England und vier Tage später in Köln gegen Frankreich zwar klangvoll klingende, sportlich aber letztlich unbedeutende Länderspiele. Aus dem Kader des Rekordmeisters wurden mit Boateng, Hummels, Niklas Süle, Joshua Kimmich und Sebastian Rudy insgesamt fünf Profis nominiert.