Alexanderplatz: Senat investiert 140 Millionen in das Haus der Statistik

Das Haus der Statistik am Alexanderplatz

Das Haus der Statistik am Alexanderplatz, ein Bürogebäude aus DDR-Zeiten, ist schon lange dem Verfall preisgegeben. Die Fassade des Elfgeschossers an der Otto-Braun-Straße bröckelt, durch leere Fensterrahmen pfeift der Wind. Der Senat möchte diesen Schandfleck nun beseitigen. Fast 140 Millionen Euro will die Stadt investieren, um das riesige Gebäude wieder zu beleben. Wie das Nutzungskonzept aussehen soll, darüber wird jedoch noch verhandelt.

61,7 Millionen Euro hat Finanzsenator Matthias Kollatz-Ahnen (SPD) vorgesehen, um den Komplex mit 40.000 Quadratmetern Nutzfläche von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) zu erwerben. Die Summe steht in einem Investitionsprogramm namens Siwana, in das die Koalition die Überschüsse vorheriger Haushaltsjahre für Zukunftsprojekte sichert.

Zwar ist der Deal mit der Bima noch nicht komplett über die Bühne. Aber der Verkauf genießt politischen Segen von ganz oben. Das seit 2008 leerstehende Haus der Statistik haben Senat und Bundesregierung in einer Zusatzvereinbarung zum Hauptstadtfinanzierungsvertrag dem Land Berlin zugedacht. Zu zahlen ist der Verkehrswert. Die Bima verzichtet also darauf, das Objekt in zentraler Lage meistbietend zu verwerten. Ein Gutachten hat vor anderthalb Jahren den Wert des aus vier großen Gebäudeteilen bestehenden Komplexes mit 47 Millionen Euro beziffert. Nun geht der Berliner Finanzsenator davon aus, dass "die Fortschreibung des Verkehrswertgutachtens einen höheren Wert ausweisen" werde. Außerdem hat er di...

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