Trotz verweigerter Pinkelpause: Shapovalov schlägt Sinner

SID
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Packende Nachtschicht und Ärger um eine verweigerte Pinkelpause: In einer mitreißenden Erstrundenpartie bei den Australian Open hat der kanadische Jungstar Denis Shapovalov (21) das italienische Riesentalent Jannik Sinner 3:6, 6:3, 6:2, 4:6, 6:4 niedergerungen. Um 0.49 Uhr in der Nacht zu Dienstag (Ortszeit) verwandelte der Weltranglistenzwölfte seinen zweiten Matchball - 3:55 Stunden lang hatten sich die Kontrahenten ein hochklassiges Duell mit zahlreichen Wendungen geliefert.

Für das späteste Matchende bei den Australian Open fehlte aber noch einiges. 2008 hatte Lokalmatador Lleyton Hewitt in der dritten Runde den Fünfsatz-Sieg gegen den Zyprer Marcos Baghdatis erst um 4.33 Uhr morgens perfekt gemacht. Es ist bis heute Rekord bei allen vier Grand-Slam-Turnieren.

Das Match zwischen Shapovalov und Sinner hatte aber noch mehr Kuriositäten zu bieten. So reagierte der Kanadier sehr verärgert, weil ihm der deutsche Stuhlschiedsrichter Nico Helwerth vor dem fünften Satz eine Toilettenpause verweigerte - Shapovalov hatte beide erlaubten Optionen bereits aufgebraucht. "Dann werde ich mir einfach in die Hose machen", schimpfte Shapovalov, "oder in eine Flasche pinkeln". Drei Spiele später durfte er dann doch austreten.

Für den aufstrebenden Sinner endete indes eine Siegesserie von zehn Matches. Der 19-jährige Südtiroler hatte in der Vorwoche bei einem Vorbereitungsturnier in Melbourne seinen zweiten Titel auf der ATP-Tour gewonnen, bereits am Ende der vergangenen Saison hatte er in Sofia triumphiert. Ein Doppelschlag als Teenager war zuletzt Rafael Nadal 2005 gelungen.