Mitgliederversammlung: Hertha diskutiert über das Schiff und die Stadion-Frage

Das Fahrgastschiff „Hertha“ wurde 1886 erbaut. Länge: 22,82 Meter. Breite: 4,80 Meter. Gewicht: 100 Tonnen. Antrieb: zwei Motoren mit je 50 PS

Berlin.  Da die Tagesordnung 19 Punkte umfasst, hat das Präsidium von Hertha BSC vorsorglich für Montag und für Dienstag zur Mitgliederversammlung geladen (Messehalle 17, 19 Uhr). Rechtzeitig zu diesem Treffen hat Präsidiumsmitglied Christian Wolter einen Zoff in Herthas Chefetage vom Zaun gebrochen. Wolter sowie Präsidiumskollege Ingmar Pering sind die Macher der 1892sten Schiffsbetriebs GmbH & Co. KGaA, die den Namensgeber des Vereins, das 1886 erbaute Fahrgastschiff "Hertha" erworben hat.

Weil sich die Aktien zum Stückpreis von 399 Euro nicht wie gewünscht verkaufen ließen (statt der erhofften 1,46 Mio. Euro kamen nur 410.000 Euro zusammen) und weil es diverse Probleme gibt, griff Wolter im "Tagesspiegel" diejenigen an, die seiner Meinung verantwortlich seien: "Hertha-Präsident Werner Gegenbauer will uns in Misskredit bringen, weil wir die Hertha geholt haben." Die Führung arbeite, so Wolter, gegen das Projekt: Weder Gegenbauer noch die Geschäftsführer Michael Preetz und Ingo Schiller hätten eine Aktie ­erworben. Das ist nun kurios.

Werbung im VIP-Bereich

Weil Hertha ­das Projekt an diversen Stellen unterstützt hat: So durften Pering/Wolter auf der Mitgliederversammlung für die Aktie werben und bei Heimspielen im VIP-Bereich.

Allerdings hatte der Präsident die Macher auf ihren Aktien-Prospekt verwiesen. Dort ist festgelegt, dass die 1892ste Schiffsbetriebs GmbH grundsätzlich in keiner Verbindung zu Hertha steht. Weiter ist an mehreren Stellen im Prospekt dargestellt, warum bei Pering/...

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