Missguided-Models: Dehnungsstreifen werden nicht mehr retuschiert

Perfektion im Modebusiness war einmal – immer mehr Magazine und Labels wollen Models mit ihren Makeln zeigen. Auch der britische Onlineshop Missguided entschied sich nun gegen eine Bearbeitung der Kampagnenbilder.

Schluss mit perfekten Rundungen und makelloser Haut – Missguided setzt nun auf Authentizität und echte Körper. So wurde bei den neuen Shootings anscheinend auf die Photoshop-Funktion Weichzeichner verzichtet. Stattdessen überzeugen die Models auch mal mit Dehnungstreifen, während sie Dessous und Bademode präsentieren.

In bisherigen Kampagnen von Missguided wurde auf makellose Körper gesetzt. (Bild: Symbolbild: Getty Images)

Hierbei handelt es sich nicht etwa um einen Zufall, sondern um ein klares Statement seitens des Unternehmens. „Wir haben das Gefühl, als Marke die soziale Verantwortung zu haben, junge Frauen zu unterstützen und in Sachen Selbstvertrauen zu inspirieren. Wir wollen dem Publikum zeigen, dass es okay ist, man selbst zu sein, die eigenen Makel anzunehmen, Individualität zu feiern und nicht dem nachzueifern, was die Welt als Perfektion wahrnimmt. Denn diese existiert gar nicht“, erklärte die Markenchefin von Missguided laut „Cosmopolitan.com“.

Diese Einstellung kommt bei den Kunden des Onlineshops besonders gut an. Bei Twitter schwärmen die Nutzerinnen von den unbearbeiteten Fotos. „Sind das etwa Dehnungsstreifen, die ich da sehe? Ja! Missguided, ihr macht es richtig. Natürlichkeit ist so schön“, schrieb eine junge Frau. Eine andere twitterte: „Es ist so erfrischend, unbearbeitete Fotos von weiblichen Models zu sehen. Sehr gut gemacht, Missguided. Ich bin so stolz auf die Aussage, die dadurch vermittelt wird.“

„Marken, nehmt euch ein Beispiel an Missguided. Wir wollen mehr davon sehen. Unsere perfekten ‚Imperfektionen’ müssen nicht ausradiert werden.“

„Ich liebe Missguided nun noch mehr, seitdem die Dehnungsstreifen der Models nicht bearbeitet werden.“

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Im Video: Auch Asos zeigt Dehnungsstreifen und Co.