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Missbraucht Google Maps seine Marktmacht?

Auch das Bundeskartellamt hatte letztes Jahr ein Verfahren gegen Google im Zusammenhang mit Google Maps eröffnet. - Copyright: Kevin Nixon/Future via Getty Images
Auch das Bundeskartellamt hatte letztes Jahr ein Verfahren gegen Google im Zusammenhang mit Google Maps eröffnet. - Copyright: Kevin Nixon/Future via Getty Images

Guten Morgen! Während ihr geschlafen habt, ging andernorts die Arbeit in der Digitalszene weiter.

Die Top-Themen:

Der Kartendienst Google Maps ist ins Visier der US-Justiz geraten. Das US-Justizministerium prüft derzeit einen möglichen Machtmissbrauch des Internet-Unternehmens, wie mehrere Medien berichteten. Die Behörde nimmt dabei besonders Googles Umgang mit Entwicklern ins Augenmerk. Das Technologieunternehmen aus Mountain View schreibt seinen Partnern beispielsweise vor, dass erweiterte Informationen oder Bewertungen nicht in konkurrierenden Diensten eingebunden werden dürfen. Dies könnte das US-Wettbewerbsrecht verletzen.

Erst einen Tag zuvor hatte der Stuttgarter Autobauer Mercedes-Benz eine Partnerschaft mit Google bekannt gegeben. Dabei wollen die Schwaben Google Maps künftig in ihr Betriebssystem integrieren. 2015 hatte ein Konsortium von AudiBMW und Mercedes den Kartendienst Here aus den Niederlanden gekauft, um sich nicht von Google abhängig zu machen. [Mehr bei Bloomberg und Handelsblatt]

Auf Gründerszene: Eigentlich geht Maya Leinenbach noch zur Schule, sie steckt mitten in den Abiturvorbereitungen. Nebenbei verdient sie aber schon Tausende Euro. In den sozialen Netzwerken ist sie unter dem Namen Fitgreenmind bekannt und veröffentlicht Kurzvideos für vegane Gerichte. Unserer Redakteurin Maybrit Martschin hat die Influencerin erzählt, wie sie ihr Geschäft weiter aufbauen will. [Mehr bei Gründerszene+]

Und hier die weiteren Schlagzeilen der Nacht:

Mitarbeiter der EU-Kommission dürfen künftig Tiktok nicht mehr installieren und müssen die chinesische Social-Media-App von ihren Dienstgeräten löschen. Außerdem müsse die Video-App bis zum 15. März von privaten Geräten entfernt werden, auf denen Apps der EU-Kommission genutzt werden. Die Kommission traf die Entscheidung aufgrund von Bedenken zur Cybersicherheit. Weiter hieß es, es handele sich um eine vorläufige Verordnung, die regelmäßig geprüft werden soll. [Mehr bei CNBCTagesschau und Wall Street Journal]

Alibaba hat für das dritte Quartal Gewinne gemeldet, die die Erwartungen der Analysten übertrafen und die in den USA notierten Aktien des Technologiekonzerns um sechs Prozent höher steigen ließen. Der Umsatz kletterte im Quartal bis Dezember aber lediglich um zwei Prozent. Das Unternehmen hofft auf eine Erholung in diesem Jahr, nachdem China im Dezember seine Null-Covid-Politik rückgängig gemacht hat. [Mehr bei CNBCFinancial Times und The Information]

Netflix hat die Preise seiner Abos in einigen Ländern gesenkt. Damit versucht der Streaming-Anbieter, das Abonnentenwachstum aufrechtzuerhalten. Laut dem „Wall Street Journal“, das zuerst über die Nachricht berichtete, fanden die Preissenkungen in einigen Ländern des Nahen Ostens, Afrikas, Lateinamerikas und Asiens statt. Die Netflix-Aktie fiel um fast fünf Prozent. Die Streaming-Branche erlebt derzeit einen intensiven Wettbewerb, da der pandemiebedingte Boom nachlässt und die Verbraucher ihre Ausgaben aus Angst vor einer möglichen Rezession einschränken. [Mehr bei Reuters und Wall Street Journal]

Doordash arbeitet in den USA ab sofort mit dem Discounter Aldi zusammen. Damit macht der US-Lieferdienst dem Konkurrenten Instacart Druck, der seit 2017 Lieferungen von Aldi anbietet. Künftig wird Doordash Auslieferungen von mehr als 2100 Aldi-Standorten in den USA anbieten. Doordash ist über seine Tochter Wolt auch in Deutschland vertreten. [Mehr bei The Information]

Block, früher bekannt als Square, hat für das vierte Quartal Erlöse und einen Bruttogewinn gemeldet, die die Erwartungen der Wall Street übertrafen. Der Bruttogewinn kletterte um 40 Prozent auf 1,66 Milliarden US-Dollar, gegenüber 1,53 Milliarden Dollar ein Jahr zuvor. Die Cash-App von Block beendete das Jahr mit 51 Millionen aktiven Nutzern, eine Steigerung von 16 Prozent gegenüber 2021. Die Aktie des Zahlungsunternehmens stieg im erweiterten Handel um fast acht Prozent. [Mehr bei CNBC und The Information]

Unser Lesetipp auf Gründerszene: Vor einem Jahr ist die Fußball-App Onefootball zum Unicorn aufgestiegen, nun hat das Berliner Startup überraschend einem Drittel seines Teams gekündigt. Schon vor Weihnachten gab es eine Entlassungswelle, die jedoch deutlich kleiner ausgefallen ist. [Mehr bei Gründerszene]

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Eure Gründerszene-Redaktion