Ministerin nimmt britischen Premier Johnson nach Vorwürfen in Schutz

·Lesedauer: 1 Min.

LONDON (dpa-AFX) - Nach den weitreichenden Vorwürfen des britischen Ex-Regierungsberaters Dominic Cummings erhält Premierminister Boris Johnson Rückendeckung aus seinem Kabinett. Ihr sei versichert worden, dass bei einer umstrittenen Renovierung von Johnsons Dienstwohnung alle Vorschriften vollständig eingehalten worden seien, sagte die Ministerin für internationalen Handel, Liz Truss, am Sonntag bei Sky News. Johnson habe die Kosten für den Umbau aus eigener Tasche übernommen und sich komplett an die Regeln gehalten. Sie antwortete jedoch nicht darauf, woher er das Geld gehabt habe.

Die führende Oppositionspartei Labour forderte am Sonntag erneut, dass der Fall umgehend untersucht werden müsse. Johnson müsse offenlegen, woher das Geld für den Umbau stamme, sagte Vize-Parteichefin Angela Rayner der BBC.

Johnsons früherer Chefberater Cummings, der seinen Posten im Streit im Dezember verlassen hatte, hatte zuvor in einem langen Eintrag auf seinem Blog mehrere Vorwürfe gegen Johnson erhoben. Unter anderem hatte er angedeutet, dass der Premier geplant habe, Spender seiner Konservativen Partei insgeheim für die Renovierung der Amtswohnung in Downing Street 11 aufkommen zu lassen. Johnson müsse am Montag im Parlament erklären, was passiert sei, forderte Rayner.