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Die Ursprünge des Minimalismus

Der Begriff Minimalismus stammt aus der Kunstgeschichte. Im Jahr 1965 hat der US-amerikanische Kunsthistoriker Richard Wollheim ein Essay mit dem Titel Minimal Art verfasst und damit den Begriff geprägt. Kennzeichen der Minimal Art, wie sie in ihrer frühen Ausprägung der 1960er zu sehen war, sind geometrische Formen, Klarheit und Reduktion. Künstler wie Donald Judd und Robert Morris schufen damit eine Gegenbewegung zur Pop-Art und zum Abstrakten Expressionismus. Im Minimalismus steht das Objekt mit seiner Form und seiner Struktur sowie seiner Wirkung im Raum – gänzlich frei von Illusion und Assoziation – im Mittelpunkt. In der Innenarchitektur bietet das Minimalismus Design die Möglichkeit, dem Raum in seiner puren Form Ausdruck zu verleihen. Der Einrichtungsstil ist durch gerade Linien und klare Formen sowie die Reduktion auf das Wesentliche geprägt. Möbel, die im Stil des Minimalismus entstanden sind, sind auf ihre geometrische Grundform reduziert und stellen die Funktionalität in den Mittelpunkt.

Credits: homify / Skandella Architektur Innenarchitektur

Was ist Minimalismus?

In einer Welt, die vom Überfluss geprägt ist, wird der Wunsch nach der Reduktion auf das Wesentliche immer lauter. Angefangen hat die Strömung des Minimalismus in der Kunst, doch bei der Minimal Art ist die Entwicklung nicht stehengeblieben. Sie hat in die Architektur und in die Innenarchitektur Eingang gefunden. Der Minimalismus bezeichnet heute nicht nur den Wohnstil, sondern für manch einen gleich eine ganze Art zu leben – sich auf das Wesentliche konzentrieren, den Überfluss vermeiden und damit zu Ruhe und einem Leben im Einklang mit sich selbst finden – so lautet die Devise für alle, die minimalistisch leben wollen. Wir erklären euch, was der Minimalismus ist, präsentieren euch minimalistische Wohnideen und geben euch Minimalismus Tipps für den Alltag.