Mini-WM: Hans-Joachim Watzke lehnt UEFA-Gedankenspiele ab

Watzke hat seine Position zur Idee einer möglichen Mini-WM klar bezogen. Der BVB-Boss ist der Auffassung, dass es bereits genug Wettbewerbe gebe.

Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke von Borussia Dortmund hat sarkastisch auf Gedankenspiele der Europäischen Fußball-Union (UEFA) reagiert, die neue Nations League zu einem weltweiten Format auszuweiten. "Ja! Wir brauchen noch zwei oder drei Wettbewerbe mehr!", sagte Watzke am Samstag auf einer Veranstaltung der Fußball Bild im Dortmunder Fußball-Museum.

Watzke nahm sich Zeit, die UEFA und auch den Weltverband FIFA daran zu erinnern, "dass sie eigentlich eine Dienstleisterfunktion für die Vereine haben. Ihre Aufgabe ist nicht, möglichst viel Geld zu scheffeln, um es dann selbst zu verteilen." Er fügte hinzu: "Im Ernst: Wir haben genug Wettbewerbe."

Die UEFA bestätigte nach einem Bericht der Bild-Zeitung über eine mögliche Mini-WM zumindest "Diskussionen betreffend einer Weiterentwicklung", allerdings seien "noch keine Entscheidungen getroffen" worden. Als Konkurrenz-WM will die UEFA die Nations League, die 2018 startet, demnach nicht etablieren. 

Die Nations League, die in ihrem derzeitigen Format die normalen Länderspiele ersetzt, umfasst in der A-Liga mit dem Weltmeister Deutschland zwölf Nationalmannschaften, die am 24. Januar in vier Dreiergruppen gelost werden. 

Die Gruppensieger qualifizieren sich nach Hin- und Rückspielen für die Endrunde im Juni 2019, bei der die Halbfinals und das Finale gespielt werden. Gastgeber wird eine der vier qualifizierten Nationen sein. Das Turnier wird im Zweijahresrhythmus gespielt und ist ab 2020 für die EM-Qualifikation mitentscheidend.