Mindestens zehn Verletzte bei neuen Waldbränden in Portugal

Bei neuen Waldbränden in Portugal sind am Montag mindestens zehn Menschen verletzt worden. Neun Feuerwehrleute erlitten nach Angaben der Rettungskräfte Verbrennungen und Rauchvergiftungen, ein Anwohner stürzte auf der Flucht vor den Flammen

Bei neuen Waldbränden in Portugal sind am Montag mindestens zehn Menschen verletzt worden. Neun Feuerwehrleute erlitten nach Angaben der Rettungskräfte Verbrennungen und Rauchvergiftungen. Zwei von ihnen wurden mit schweren Brandverletzungen ins Krankenhaus der Stadt Abrantes im Zentrum des Landes eingeliefert, wie ein Kliniksprecher sagte. Ein Anwohner verletzte sich den Angaben zufolge auf der Flucht vor den Flammen bei einem Sturz.

Die beiden Waldbrände waren am Montag in der Nähe der Ortschaften Tramagal und São Pedro de Tomar ausgebrochen. Das Feuer in Tramagal konnte nach offiziellen Angaben bis zum Nachmittag jedoch weitgehend unter Kontrolle gebracht werden. Der Brand sei keine Gefahr mehr für die Bevölkerung und die betroffenen Gebiete, sagte der Zivilschutzbeamte José Guilherme im portugiesischen Fernsehen.

Am Abend kämpften in Tramagal aber trotzdem noch 140 Feuerwehrleute mit 40 Löschfahrzeugen gegen die Flammen. In São Pedro de Tomar waren den Angaben zufolge 240 Feuerwehrleute mit 50 Fahrzeugen im Einsatz.

Vor zwei Wochen waren bei einem verheerenden Waldbrand um die Ortschaft Pedrógão Grande 64 Menschen ums Leben gekommen und mehr als 250 weitere verletzt worden. Pedrógão Grande liegt 75 Kilometer nördlich von Tramagal. Das Feuer hatte sich rasend schnell in die Nachbarorte Góis, Pampilhosa da Serra und Arganil ausgebreitet und konnte erst nach fünf Tagen gelöscht werden.