Mindestens neun Tote nach Schiffsunglück in Kolumbien

Soldaten und Rettungskräfte am Ort des Unglücks: Ein mehrstöckiges Schiff sank auf dem Stausee Peñol-Guatapé. Foto: Luis Benavides

Bei einem Schiffsunglück sind in Kolumbien mindestens neun Menschen ums Leben gekommen. An Bord seien rund 150 Passagiere gewesen, sagte die Leiterin der örtlichen Katastrophenbehörde, Margarita María Moncada. Viele seien schnell aus dem Wasser geholt worden.

Der kolumbianische Präsident Juan Manuel Santos teilte mit, bislang seien sechs Leichen aus dem Wasser geborgen worden, 31 Menschen würden noch vermisst. Das Unglück ereignete sich nach Angaben der Behörden auf einem Stausee nahe der Stadt Medellín im nördlichen Department Antioquia.

Einer Mitteilung der Regionalregierung zufolge wurden zudem 24 Menschen in ein Krankenhaus gebracht. Bei der «El Almirante» handelte es sich um ein Freizeit- und Tourismusschiff.

Die «El Almirante» sei nicht gegen ein anderes Schiff gestoßen, zitierte die Zeitung «El Espectador» eine Funktionärin der Regionalregierung in Antioquia, Victoria Eugencia Ramírez. Sie sei ausgebucht gewesen. Unklar war zunächst, ob das Schiff überladen war.

Santos sagte, viele Schiffe seien zur Unglücksstelle gefahren. Er hoffe, dass viele der Vermissten gerettet worden seien. Gerettete berichteten, dass die Passagiere ihre Rettungswesten hätten anziehen können.

Auf einem Video des Nachrichtenportals «El Colombiano» war zu sehen, wie das mehrstöckige Schiff auf dem Stausee Peñol-Guatapé langsam sank und andere kleine Boote zu Hilfe zu eilten. Der Stausee bei der Gemeinde Guatapé ist bei Touristen und Wochenendausflüglern besonders beliebt.