Mindestens fünf Tote bei Selbstmordanschlag nahe US-Botschaft in Kabul

Bei einem Anschlag nahe der US-Botschaft in Kabul hat ein Selbstmordattentäter am Dienstag mindestens fünf Menschen mit in den Tod gerissen. Mehrere Menschen wurden nach Regierungsangaben verletzt

Bei einem Anschlag nahe der US-Botschaft in Kabul hat ein Selbstmordattentäter am Dienstag mindestens fünf Menschen mit in den Tod gerissen. Nach Angaben des Innen- und des Gesundheitsministeriums wurden bei dem Attentat außerdem mehrere Menschen verletzt. Der Sprengsatz explodierte vor einer Privatbank, die Gehälter an Sicherheitskräfte und Regierungsbeamte auszahlt. Die Fassade der Kabul-Bank wurde durch die Wucht der Detonation zerstört.

Die Explosion traf eine belebte Einkaufsstraße der afghanischen Hauptstadt, in der sich Banken und Geschäfte befinden. Die Straße führt zum Massud-Platz nahe der schwer gesicherten US-Botschaft in Kabuls Diplomatenviertel.

Die islamistischen Talibanrebellen bekannten sich zu dem Anschlag. Sie hatten den USA zuletzt gedroht, Afghanistan werde bald ein "weiterer Friedhof für diese Supermacht", sollte Washington seine Truppen nicht abziehen. Die Taliban reagierten damit auf die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, die Militärpräsenz der USA am Hindukusch auszubauen.

Ende Mai war bei einem verheerenden Bombenanschlag in Kabul die deutsche Botschaft stark beschädigt worden. Mehr als 150 Menschen wurden damals getötet und etwa 400 verletzt, die meisten von ihnen Zivilisten. Anfang Juni griffen Selbstmordattentäter eine Trauerfeier in Kabul an. Sie töteten sieben Menschen und verletzten etwa 120 weitere.